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KI und Intelligenz: Ist der Mensch nicht auch ein Token-Papagei?

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Viele Menschen sind von KI erschrocken. Niemand versteht ihre Arbeitsweise genau. Einige sagen, KI basiere „nur“ auf Statistik und würde im Fall von Sprachmodellen lediglich das wahrscheinlichste nächste Wort oder Wortteil (Token) ausspucken. Intelligenz wird der „KI“ somit unterschwellig oder absichtlich abgesprochen. Was ist dran?

Was ist Intelligenz?

Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten. Der naive Ansatz wäre, sich auf den Menschen als Maßstab zu beziehen. Dies ist völlig ungerechtfertigt. Alleine schon der Hinweis auf Tiere, die (in unseren Augen) intelligentes Verhalten an den Tag legen können, zeigt das Problem bei einer auf den Menschen zentrierten Sichtweise.

Die KI-Verordnung der EU definiert zwar nicht Intelligenz, aber versucht sich an der Definition von Künstlicher Intelligenz:

„System der künstlichen Intelligenz“ (KI-System) ein maschinengestütztes System, das so konzipiert ist, dass es mit unterschiedlichem Grad an Autonomie operieren kann und das für explizite oder implizite Ziele Ergebnisse wie Vorhersagen, Empfehlungen oder Entscheidungen hervorbringen kann, die das physische oder virtuelle Umfeld beeinflussen;“

Quelle: Artikel 3 Nr. 1 KI-VO vom 14.06.2023 (Fettdruck hinzugefügt)

Die neueste akzeptierte Fassung ist leicht anders, aber qualitativ genauso praxisfern. Die Version in der vorigen Fassung vom 21.04.2021 hatte in der Definition noch den Menschen als Maßstab genannt.

Diese Definitionen der EU bietet Raum für Kritik. Sie stellt beispielsweise in Frage, ob ChatGPT intelligent ist. ChatGPT war wohl allerdings das erste (prominente) KI-System, dass den Turing-Test bestand und somit intelligentes Verhalten ununterscheidbar vom Menschen imitierte.

Außerdem unterstellt die EU bei deren Definition mitunter Ziele, die bei den meisten generischen Programmen jedenfalls nicht aufgabenspezifisch vorhanden sind. Dass ein künstliches System maschinengestützt sein muss, darf nicht nur bezweifelt werden, sondern muss als falsch bezeichnet werden.

Das wäre so, als würde man den Diesel verbieten wollen, nur weil einem die Vorstellungskraft fehlt, dass Diesel auch mal umweltfreundlich hergestellt werden kann… Allerdings fehlt mir die Vorstellungskraft, wie ein extrem teurer und mit vielen Nachteilen behafteter Akku der aktuellen Technologiestufe als Batterie die Verkehrswende herbeiführen soll.

Weitere Kritikpunkte zum Intelligenz-Begriff der EU und mehr Details sind in einem eigenen Beitrag zur Definition von Künstlicher Intelligenz genannt. Dort wird auch eine neue Definition für den Begriff „Künstliche Intelligenz“ vorgeschlagen.

Was ist der Unterschied zwischen künstlicher und nichtkünstlicher Intelligenz?

Die meisten Menschen können diese Frage anscheinend nicht beantworten oder wollen es nicht. Die Antwort lautet: künstliche Intelligenz ist künstlich und nichtkünstliche Intelligenz ist nichtkünstlich. Mehr ist es nicht. Nun kann man lange darüber diskutieren, was künstlich genau bedeutet. Legen Sie es einfach selber fest. Es ist egal für die Frage, ob etwas oder jemand intelligent ist oder nicht.

Es geht bei Intelligenz nicht darum, wie und warum genau sie stattfindet. Es gibt nur ein einziges besonders hervorzuhebendes Kriterium, das als Merkmal für Intelligenz anzusehen ist: Das Ergebnis.

Damit ein Zufallsgenerator nicht als intelligent bezeichnet werden muss, muss noch etwas verfeinert werden. Ebenso kommt es oft gar nicht auf das Endergebnis in Form einer finalen Antwort an. Als Beispiel sei nur das sogenannte „Assessment Center“ genannt. Hier werden Bewerber eingeladen, um ihre Eignung für eine bestimmte Position im Unternehmen prüfen zu lassen. Manche Aufgaben sind so gestellt, dass sie in der zur Verfügung stehenden Zeit und mit den vorhandenen Informationen nicht gelöst werden können. Dennoch werden die Aufgaben gestellt. Warum?

Weil es darum geht, wie der Kandidat die Aufgabe lösen will. „Wie“ heißt, es geht um den Lösungsweg, und zwar um den nach außen erkennbaren. „Will“ heißt, es geht nicht vorrangig darum, dass ein finales Ergebnis vorgelegt wird.

Dies führt zur folgenden Definition von Intelligenz und somit auch von Künstlicher Intelligenz:

Als Intelligenz wird ein System bezeichnet, das versucht, ein Problem auch bei unscharfer Vorgabe auf eine nicht konkret vorgegebene, lösungsorientierte Weise zu lösen und dazu bestehendes mit neuem Wissen kombiniert und Schlussfolgerungen zieht.

Quelle: Klaus Meffert (dr-dsgvo.de, 03.04.2024)

Nun folgt die Definition von Künstlicher Intelligenz:

Ersetze „System“ durch „künstliches System“.

Weil simpel simpel simpel ist (angelehnt an Simyo).

Ist KI nun ein Token-Papagei oder nicht?

Die Frage ist an sich irrelevant. Siehe Definition von Intelligenz oder künstlicher Intelligenz oben.

Beantworten wir die Frage mal mit „Ja“ und ignorieren, dass diese Frage irrelevant ist. Ist der Mensch nicht dann auch ein Token-Papagei? Ein Token ist übrigens ein kurzes Wort oder ein Wortteil. Token werden als eine Form der Kompression verwendet, damit KI-Sprachmodelle effizienter arbeiten.

Wie arbeitet das menschliche Gehirn?

Keine Ahnung. Niemand weiß es genau. Es gibt ein neuronales Netz, das alle Eingabesignale in analoge Signale umwandelt und verarbeitet. Das Ergebnis sind wieder analoge Signale.

Wie arbeitet ein künstliches Gehirn?

Keine Ahnung. Niemand weiß es genau. Es gibt ein neuronales Netz, das alle Eingabesignale in digitale Signale umwandelt und verarbeitet. Das Ergebnis sind wieder digitale Signale.

Das war kein Copy & Paste Fehler. Dass beide Aussagen identisch klingen, ist Absicht. Man muss nur bereit sein zu akzeptieren, dass analog und digital zwei Systeme sind, die ineinander überführbar sind.

Zurück zum menschlichen Gehirn (wir reden hier nicht über unseren Körper; falls doch, dann reden wir analog über Roboter mit einem eingebautem Computer ; dies wird in wenigen Jahren in erschreckender Art und Weise Realität sein).

Wenn die Lösung einfach ist, antwortet Gott.

Albert Einstein

Ein Aufsatz aus dem Jahr 2021 lautet: Can the Brain Build Probability Distributions?. Ziel der zugrundeliegenden wissenschaftlichen Untersuchung am Menschen war es „whether the brain can build probability distributions to represent experienced data and use this global representation to evaluate the likelihood of new information.“ (Fettdruck hinzugefügt).

Es sollte also herausgefunden werden, ob der Mensch neue Informationen aufgrund ihrer Wahrscheinlichkeit beurteilt. Das Ergebnis war, dass es eine neurophysiologische Evidenz gibt, das dem so ist. Nun kann man natürlich abstreiten (ich tue es nicht), dass diese Fähigkeit des Gehirns für intelligentes Verhalten notwendig sei.

Damals, vor vielen Jahren, hatte ich schon in Büchern über Intelligenz gelesen, dass das menschliche Leben im Wesentlichen auf Erwartung basiert. Wenn wir einen Fuß auf den Boden setzen wollen, erwarten wir eine bestimmte haptische Rückmeldung. Diese Rückmeldung ist ein Signal im Gehirn (mehr nicht!). Bleibt diese Rückmeldung aus oder hat sie eine andere Qualität als „erwartet“ (!!), also als „gelernt“ (!!), dann werden wir stutzig. Ist der Boden nass? Ist ein Loch im Boden? Sind wir auf etwas draufgetreten?

Stellen Sie Ihre „Intelligenz“ doch mal auf die (kleine) Probe:

Als typischer Rechts- oder Linkshänder nehmen Sie mal Augentropfen (Plastik-Fläschchen zum Herunterdrücken) und führen den Vorgang des Eintropfens in das Auge mit vertauschten Händen aus.

Als Kontaktlinsenträger führen Sie die Linse mit vertauschten Händen in das Auge ein.

Ihr Tablet oder Smartphone bedienen Sie bitte mal mit vertauschten Händen.

Ist angelernt ein Zeichen von Intelligenz oder nicht und nicht gelernt ein Zeichen von fehlender Intelligenz?

Weil die Erklärung von Verhalten über das Konzept der Erwartung so simpel ist, ist es für viele zu simpel. Sie wollen eine komplizierte Welt und geben sich nicht mit einfachen Erklärungen zufrieden, wenn diese Erklärungen einen kompliziert anmutenden Vorgang erklären.

Weitere Quellen, die zeigen, dass der Mensch ein Token-Papagei ist, existieren beispielsweise bei Nature: "There is strong behavioral and physiological evidence that the brain both represents probability distributions and performs probabilistic inference." (Fettdruck hinzugefügt). Inferenz ist das, was auch im KI-Umfeld als "Arbeiten" bezeichnet wird, also das Produzieren eines Ergebnisses zu einer gegebenen Aufgabenstellung.

Es ist allerdings völlig egal.

Denn es kommt bei Intelligenz nicht auf die Art des Mechanismus an (sofern nicht Zufallsgenerator o.ä.), sondern alleine auf das feststellbare Ergebnis. Siehe oben für die Definition von Intelligenz.

Viele sehen es anders als ich und haben eine andere Vorstellung von Intelligenz. Allerdings findet sich fast nirgends eine Definition von Intelligenz, geschweige denn eine belastbare Definition. Wer der KI kategorisch die Intelligenz (=Macht) abspricht, den würde ich gerne in wenigen Jahren noch mal sprechen. Ebenso alle (gerne alsbald), die "was mit KI" machen wollen und einen möglichen Anwendungsfall im Kopf haben.

Fazit

KI ist ein Token-Papagei. Der Mensch ist ein Token-Papagei. Komplexe Probleme können oft durch "simple" Mechanismen gelöst werden. Ein solcher "simpler" Mechanismus ist ein neuronales Netz. Die KI-Antworten basieren nicht auf Algorithmen, wie selbst manche Informatiker (die sich nicht mit KI beschäftigen) meinen. Ein neuronales Netz ist keine wohl definierte Rechenvorschrift, die es sein müsste, um als Algorithmus zu gelten.

Wären KI und Mensch kein Token-Papagei, wären sie wahrscheinlich (!) nicht intelligent. Warum wahrscheinlich? Weil unsere gesamte Existenz auf Wahrscheinlichkeiten basiert. Viele scheinen das nicht zu wissen und wollen es auch nicht akzeptieren. Welche physikalischen Prinzipien den Wahrscheinkeits-Charakter unserer Existenz unumstößlich belegen, habe ich im Kellergespräch gegenüber Michael Westphal von TV1 genannt, der mich auf dem Mainzer Digitalkongress kürzlich befragte und im Videobild festhielt.

Was können wir aus diesen Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz machen? Sehr viel. Was vor wenigen Jahren unmöglich war, ist jetzt möglich. Was vor wenigen Jahren mit sehr viel Aufwand möglich war, ist jetzt mit sehr wenig Aufwand möglich.

Sie finden eine Beta-Version einer Offline-KI online. Offline bedeutet, die KI muss nicht mit anderen Systemen kommunizieren. Online bedeutet, der Zugang ist über Ihren Browser auf Dr. DSGVO möglich. Die Beta zeigt wesentlich weniger als möglich ist. Es ist eine kostenfreie Demonstration. In Ihrem Projekt in Ihrem Unternehmen oder in Ihrer Behörde geht noch viel mehr. All das mit einer optimierten KI-Lösung, die besser als ChatGPT ist und keine Daten zu Dritten sendet. Die Hardware für die KI gehört entweder Ihnen oder steht in einem deutschen Rechenzentrum eines deutschen Unternehmens.

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Mein Name ist Klaus Meffert. Ich bin promovierter Informatiker und beschäftige mich seit über 30 Jahren professionell und praxisbezogen mit Informationstechnologie. In IT & Datenschutz bin ich auch als Sachverständiger tätig. Ich stehe für pragmatische Lösungen mit Mehrwert. Meine Firma, die IT Logic GmbH, berät Kunden und bietet Webseiten-Checks sowie optimierte & sichere KI-Lösungen an.
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