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Bindestriche und Suchmaschinenoptimierung

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Dies ist ein älterer Beitrag, der nicht unbedingt die aktuelle Haltung des Autors darstellt. Insbesondere zu den Themen Datenschutz, Google und Social Media ist der Autor aufgrund mittlerweile gewonnener Erkenntnisse anderer Meinung als früher! Was Web Hosting angeht, empfehle ich Strato, 1&1 und andere große nicht mehr.

Bindestriche in Begriffen erzeugen Unsicherheit, weil sie einen Begriff für Suchmaschinen unkenntlich machen können oder zu falschen Kompositbegriffen führen. Die Lesbarkeit leidet möglicherweise auch unter solchen Begriffen. Es ist Zeit für ein paar Tipps für den Umgang mit Bindestrichen.

SEO Bindestriche

Das Problem mit Bindestrich-Begriffen

Es ist natürlich nicht verboten, Bindestriche zu verwenden, um Worte im Fließtext zu konstruieren. Allerdings gibt es nur wenige Beispiele, in denen es tatsächlich keine Nachteile bringt, mehrere Begriffe derart miteinander zu verbinden.

Die Lesbarkeit von Texten

Der erste Nachteil ist die Lesbarkeit für den menschlichen Leser, wenngleich ein Ausdruck wie Monitor-Halterung durchaus erfassbar ist. Es ist allerdings ein leichtes, besser von einer Halterung für Monitore zu sprechen, ohne an sprachlicher Qualität oder Klarheit zu verlieren. Im Gegenteil, es ist nun direkt klar, dass es eine Halterung für etwas ist, nämlich für Bildschirme.

Theoretisch könnte es rein grammatikalisch ja auch ein Monitor sein, der in sich eine Halterung darstellt. Das macht für den Leser in diesem Beispiel aus der Praxiserfahrung heraus wenig Sinn, ist aber unterschwellig möglich und mag die Konzentration beim Erfassen eines Textes möglicherweise minimal in falsche Bahnen lenken.

Suchmaschinenoptimierung

Bei einem zusammengesetzten Wort stellt sich immer die Frage, wie Google dieses wertet:

  • Als ein Wort ohne Bindestrich, der Bindestrich wird also eliminiert
  • Als zwei Begriffe
  • Als ein Wort mit Bindestrich, so wie das Original
  • Als eine Kombination aus den obigen Möglichkeiten

Google ist aufgrund des enormen Datenbestands sicher in der Lage, Bindestriche zu normieren. Allerdings sollte man sich darauf nicht unbedingt verlassen. In einem anderen Blog vertritt Markus Hövener die Ansicht, dass Bindestriche eher schlechter als besser sind, wenn es um Suchmaschinenoptimierung geht (Stand 07.01.2021 hat die verlinkte Webseite ein Datenschutzproblem, trotz Einsatz eines Consent Tools oder gerade deswegen!).

Mehr als ein Bindestrich pro Begriff

Wie sieht es mit Begriffen wie Computer-Monitor-Halterung aus? Die Lesbarkeit leidet hier erheblich. Ein solcher Begriff ist zwar semantisch erfassbar, könnte aber viel eleganter umschrieben werden mit: eine Halterung für Computermonitore. Statt Computermonitore ginge auch Computer-Monitore oder SEO optimiert Computer Monitore. Letzteres ist dehsalb besser, weil Google dann sehr wahrscheinlich zwei getrennte Begriffe erkennt und nicht einen.

Man könnte auch ganz ohne Zusammensetzung schreiben: Eine Halterung für Monitore. Den Zusatz von Computern kann man hier weglassen, wenn entweder per se klar ist, dass Monitore nur für Computer verwendet werden oder wenn der Kontext deutlich macht, dass es um Computer geht und nicht um Navigationssysteme! Oft ist es also sinnvoll, nicht einen einzelnen Satz losgelöst zu betrachten, sondern den Kontext um diesen Satz mit einzubeziehen. Ein guter Text ohne Bindestriche wäre dann beispielsweise:

Bei der Arbeit am Computer steht der Monitor oft in der falschen Höhe zum Benutzer. Eine Halterung für Monitore schafft Abhilfe, denn sie…

Im zweiten Satz steht es zweifelsfrei fest, dass es um Monitore für Computer geht und nicht um andere Bildschirme.

Für eine Suchmaschine wird es jetzt noch schwieriger, die Essenz des Kompositbegriffes zu extrahieren. Wir raten dringend davon ab, solche Monsterbegriffe zu verwenden!

Bindestriche in Namen von Domains

In Namen von Domains besteht nicht die Möglichkeit, sich textuell frei zu entfalten. Domänennamen müssen schließlich bestimmten syntaktischen Vorschriften genügen. Sie sollten zudem nicht zu lange sein (beispielsweise wegen der Anzeige in Suchmaschinen oder auf Pinterest oder auch, falls sie in Werbeanzeigen verwendet werden sollen). Es könnte zudem sein, dass ein User auf die Idee kommt, eine URL manuell einzutippen…

Leerzeichen sind in Top Level Domains ebenfalls nicht erlaubt, hier bleibt keine andere Wahl als Bindestriche zu verwenden. Und das ist auch vollkommen in Ordnung uns besser als zwei Begriffe durch Weglassen des Bindestrichs zusammenzuziehen. Für SEO Maßnahmen ist es sinnvoll, zwei wichtige Keywords in der URL getrennt zu haben und den Bindestrich zu setzen. In URLs sind auch vielfach vorkommende Bindestriche kein Problem, sondern aus SEO Sicht notwendig.

PS: Dies ist ein älterer Beitrag.

Wer schreibt hier?
Mein Name ist Klaus Meffert. Ich bin promovierter Informatiker und beschäftige mich seit über 30 Jahren professionell und praxisbezogen mit Informationstechnologie. Im Jahr 2017 bin ich zum Datenschutz gekommen. Mir sind juristische Gegebenheiten nicht fremd. Ich versuche, meine Ergebnisse durch Betrachtung von Technik und Recht zu gewinnen. Das scheint mir jedenfalls absolut notwendig, wenn es um digitalen Datenschutz geht. Ich würde mich freuen, wenn Sie meinen Newsletter abonnieren.
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Quelle: Klaus Meffert, Dr. DSGVO Blog, Link: https://dr-dsgvo.de/bindestrich-seo
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