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Bullshit-Rückblick August und Vorschau

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Der Vormonat brachte einige Erkenntnisse, die wenig überraschend sind. Zumindest kann bewiesen werden, dass Google Datenschutz an vielen Stellen nicht ernst nimmt. Wer Matomo nutzt, kann auf Google Analytics und Cookie Popups verzichten.

Die Themen

Google Analytics als Einfallstor für Hacker

Auch wenn Google hierfür nichts kann, der Nutzer von Google Analytics ist der Dumme. Und das, obwohl die meisten das Tracking Tool einsetzen, ohne wirklich einen Nutzen davon zu haben. Hinzu kommt ein möglicher Schaden.

Matomo ohne Einwilligung nutzen

Matomo ist ein Analysewerkzeug, welches mehr bietet, als die meisten brauchen – genau wie Google Analytics. Der Unterschied ist, dass Matomo datenschutzkonform und ohne Einwilligung eingesetzt werden kann.

Google Chrome ist nicht inkognito

Wer den Chrome Browser nutzt, ist entweder freiwillig oder unabsichtlich bereit, Google und Dritten Einblicke über sich selbst zu schenken. Der sogenannte Inkognito-Modus von Chrome suggeriert eine Privatheit beim Surfen im Internet. Wie so oft bei Google Diensten liegt hier ein Trugschluss vor.

Der Google Tag Manager ist nicht beherrschbar

Wer den Google Tag Manager nutzt, muss ein Freund von Google sein. Denn Freunden vertraut man besonders. Nur so ist es zu erklären, dass viele den GTM nutzen, obwohl die rechtlichen Rahmenbedingungen als nicht beherrschbar bezeichnet werden müssen und sie kaum jemand durchzulesen scheint. Der Nutzen des GTM ist zudem sehr begrenzt und darüber hinaus nur was für Leute, die entweder nicht programmieren können, nicht wollen oder niemanden suchen wollen, der das kann.

Darüber hinaus darf der GTM nur nach Einwilligung genutzt werden, auch wenn viele das nicht hören wollen. Nutzen Sie doch keinen Tag Manager, den Untagmanager oder suchen Sie jemanden, der Minimalkenntnisse im Programmieren hat. Auch alternative Tag Manager gibt es für alle immer noch Verzweifelten. Konkrete Nennung erfolgt hier nicht, weil ein Test noch aussteht und weil eigentlich niemand einen Tag Manager braucht (außer der Marketing-Abteilung, die oft wenig bis nichts über Datenschutz weiß oder wissen will oder – das sei zugestanden – falsch beraten wurde).

Ausblick

Die Luft wird dünner für Datensünder. Für den bestmöglichen Nachweis von Datenschutzverstößen werden zukünftig verstärkt belastbare Fakten und Beweise gesammelt, um Ausreden ein Ende zu bereiten.

Beteiligen Sie sich daran, dass Datenschutz in Deutschland vorankommt und somit die deutsche Wirtschaft zum Wohle der gesamten Bevölkerung gestärkt wird. Es nützt niemandem außer den bekannten Internetkonzernen, wenn diesen Unmengen von Nutzerdaten „geschenkt“ werden.

In diesem Zusammenhang sei an die Angreifbarkeit der Demokratie durch Beeinflussen von Wahlen erinnert. Meinungsbeeinflussung durch fragwürdige Aussagen und Retargeting schadet uns allen.

Hierzu mehrere Angebote:

  1. Musterfeststellungsklage gegen Google (wegen rechtswidriger Einwilligung in der Google Suchmaschine, die dafür sorgt, dass Google sämtliche Nutzerdaten, auch von Dritt-Webseiten, nahezu beliebig verwenden kann)
  2. Abmahnungen gegen Webseitenbetreiber, die Datenschutzgesetze ignorieren oder nicht kennen wollen

Kommen Sie auf mich zu, wenn Sie aktiv werden wollen. Verschwenden Sie Ihre Zeit nicht mit Beschwerden bei Datenschutz-Aufsichtsbehörden. Diese führen quasi nie zu Sanktionen.

Bullshit Basics
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In dieser Kategorie werden weit verbreitete Unwahrheiten oder Falschwissen thematisiert und durch Fakten aufbereitet.

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