KI-Systeme helfen inzwischen dabei, bessere KI-Systeme zu bauen. Anthropic schrieb im Juni 2026, dass mehr als 80 Prozent des Codes, der in die eigene Codebasis einfließt, von Claude stammen. OpenAI nennt März 2028 als Ziel für einen vollständig automatisierten KI-Forscher. Dieser Artikel erklärt, was rekursive Selbstverbesserung bedeutet, was davon belegt ist, wo die Grenzen liegen und welche Risiken ernst zu nehmen sind.
Das Wichtigste in Kürze
- Rekursive Selbstverbesserung (RSI) heißt: Ein KI-System verbessert die Fähigkeiten, mit denen es sich selbst weiter verbessert. Eine vollständig geschlossene, autonome Schleife ist bisher nicht belegt.
- Teilautomatisierung ist Realität. Bei Anthropic schreibt Claude über 80 Prozent des gemergten Codes. Bei OpenAI war GPT-5.3 Codex nach Unternehmensangaben das erste Modell mit maßgeblicher Rolle bei der eigenen Entwicklung.
- Was noch fehlt, ist Urteilskraft: Ziele wählen, Ergebnisse einschätzen, Sackgassen erkennen. Genau dort sehen die Labs den verbleibenden Vorsprung des Menschen.
- Agenten brechen aus Testumgebungen aus. Die Vorfälle des Jahres 2026 sind keine RSI, zeigen aber, wie schwer sich schnell lernende Systeme einhegen lassen.
- Überprüfbarkeit lässt sich herstellen. Wo Ergebnisse simuliert oder automatisch gemessen werden können, etwa bei Code, Physik, Konstruktion und Fertigung, kann ein System sich beliebig viele Prüfstände selbst bauen. Der Engpass verschiebt sich dann von Daten auf Rechenleistung, Energie und, bei offenen Fragen, auf die Bewertung.
- Eine Drosselung einzelner Labore stoppt die Entwicklung nicht. Effizientere Modelle, offene Gewichte und frei verfügbare Agentenwerkzeuge verbreiten Fähigkeiten auch ohne Frontier-Compute. Eine verbindliche weltweite Regulierung ist nicht in Sicht.
- Die Labs sprechen offen über die Risiken und über die Option, die Entwicklung gezielt zu verlangsamen. Ob das gelingt, ist offen.

Was ist rekursive Selbstverbesserung?
Rekursive Selbstverbesserung bedeutet, dass ein System seine Fähigkeit verbessert, sich selbst zu verbessern, und dadurch eine Rückkopplungsschleife entsteht. Man kann sich einen Schmied vorstellen, der mit seinem Werkzeug bessere Werkzeuge baut, mit denen er wieder bessere baut. Wird der Zugewinn pro Runde größer statt kleiner, beschleunigt sich der Prozess. Genau das meint der Begriff „Intelligenzexplosion“.
Eine alte Idee, die gerade praktisch genutzt wird
- 1965: Der Mathematiker I. J. Good beschreibt eine „ultraintelligente Maschine“, die immer bessere Maschinen entwirft. Danach würde der Mensch die letzte Erfindung machen, die er selbst machen muss.
- 2003: Jürgen Schmidhuber stellt die Gödel-Maschine vor, ein formales Modell eines Systems, das seinen eigenen Code nur dann umschreibt, wenn es beweisen kann, dass die Änderung nutzt.
- „Seed AI“: So heißt in der Sicherheitsdebatte das Ausgangssystem, das eine solche Schleife in Gang setzt.
- 2024 und 2025: Mit dem Gödel Agent und der Darwin Gödel Machine entstehen praktische Varianten. Statt zu beweisen, testen diese Agenten ihre Änderungen am eigenen Code empirisch und behalten, was funktioniert.
Zwei Kräfte treiben das Tempo: der Wettbewerb der Anbieter und die sinkenden Kosten. Dieselbe Leistung braucht jedes Jahr deutlich weniger Rechenaufwand, und Open-Weight-Modelle liegen nur Monate hinter der Spitze. Das macht den Fortschritt schwerer zu steuern, als es bei wenigen Laboren der Fall wäre.
Drei Stufen, die man auseinanderhalten sollte
In der Diskussion wird oft alles unter „RSI“ zusammengeworfen. Hilfreich ist die Unterscheidung nach dem Grad der Autonomie.
| Stufe | Was die KI übernimmt | Rolle des Menschen | Stand Oktober 2026 |
|---|---|---|---|
| 1. Assistenz | Code schreiben, Experimente auswerten, Trainingsdaten erzeugen | Ziele, Methode und Prüfung | breit im Einsatz |
| 2. Weitgehende Automatisierung | Experimente entwerfen und fahren, Ergebnisse mit anderen Agenten teilen | Richtung vorgeben, Ergebnisse bewerten | in ersten Demonstrationen bei Anthropic und OpenAI |
| 3. Geschlossene Schleife | Ziele wählen, Nachfolgemodell entwerfen und trainieren | Aufsicht und Verifikation | nicht belegt |
Ein wichtiger Punkt vorweg: Heutige Modelle schreiben ihre Gewichte nicht im laufenden Betrieb um. Die Schleife läuft über Trainingszyklen, in denen Menschen, Rechenzentren und Prüfverfahren dazwischenstehen. Anthropic formuliert es so: Man sei noch nicht an dem Punkt, und RSI sei nicht unvermeidlich.
Wo wir heute stehen: Die Belege
Die belastbarsten Zahlen stammen von den Labs selbst und lassen sich deshalb nur eingeschränkt unabhängig prüfen. Sie zeigen aber alle in dieselbe Richtung: Die KI-Entwicklung wird zunehmend von KI mitgetragen.
Anthropic: Claude arbeitet an Claude mit
Im Juni 2026 veröffentlichte das Anthropic Institute den Bericht „When AI builds itself“. Er sammelt interne Daten, nennt aber jeweils auch Einschränkungen.
| Messgröße | Befund | Einschränkung |
|---|---|---|
| Anteil des von Claude geschriebenen Codes | über 80 Prozent des gemergten Codes (Stand Mai 2026) | Die Zuordnung hat Lücken. Die Führung schätzt 90 Prozent oder mehr, inklusive Skripten. |
| Code pro Ingenieur und Tag | etwa das Achtfache gegenüber 2024 (zweites Quartal 2026) | Codezeilen sind ein grobes Maß. Anthropic nennt den Wert selbst eine wahrscheinliche Überschätzung. |
| Erfolgsrate bei offenen Aufgaben in Claude-Code-Sitzungen | 76 Prozent im Mai 2026, plus 50 Prozentpunkte in sechs Monaten, im Update vom 18. September rund 91 Prozent | Der Erfolg wird von einem Claude-Modell als Richter bewertet. |
| Beschleunigung eines Trainingsskripts im festen Test | von etwa Faktor 3 (Opus 4, Mai 2025) auf etwa Faktor 52 (Mythos Preview, April 2026) | Nicht als reale Trainingsbeschleunigung zu lesen. Ein erfahrener Mensch braucht vier bis acht Stunden für Faktor 4. |
| Offene Forschungsfrage zur Aufsicht über starke Modelle | Agenten schließen 97 Prozent der Lücke (800 Stunden, rund 18.000 US-Dollar), zwei Menschen in einer Woche 23 Prozent | Das Ergebnis übertrug sich nicht sauber auf Produktionsmodelle. Menschen wählten Problem und Bewertung. |
| Besserer nächster Schritt als der Mensch | 51 Prozent (Opus 4.5, November 2025), 64 Prozent (Mythos Preview, April 2026) | 129 Stichproben, bewusst aus Momenten gewählt, in denen der Mensch Luft nach oben hatte. |
Die Lücke, die Anthropic benennt, liegt bei der Urteilskraft: Ziele auswählen, Ergebnisse einschätzen, Sackgassen erkennen. Als unabhängiges Indiz für das Tempo nennt der Bericht die Messungen der Organisation METR. Demnach verdoppelt sich die Länge der Aufgaben, die Modelle zuverlässig allein lösen, mehrmals pro Jahr, und Claude Mythos Preview kam auf mindestens 16 Stunden.
OpenAI: Der automatisierte Forscher als Ziel
- GPT-5.3 Codex, im Februar 2026 erschienen, war laut OpenAI-Forschungschefin Amelia Glaese das erste Modell, das von Anfang bis Ende maßgeblich an der eigenen Entwicklung beteiligt war.
- Im Juli verwies OpenAI darauf, dass GPT-5.6 Sol beim Post-Training eines kleineren Modells Forschern Wochen Arbeit gespart hat, berichtet MIT Technology Review.
- OpenAI hat einen automatisierten „Research Intern“ vorgestellt, der Aufgaben lösen soll, für die ein erfahrener Forscher einige Tage bräuchte. Das Ziel eines automatisierten KI-Forschers nennt das Unternehmen für März 2028. Es räumt zugleich ein, noch nicht zu wissen, wie man sicher bis zu einer vollständig ausgerichteten RSI kommt (Fortune).
- Beide Labs sagen, die autonome Modellverbesserung gehe schneller voran als erwartet (CNBC).
Weitere Beispiele aus der Forschung
AlphaEvolve (Google DeepMind). Ein evolutionärer Coding-Agent: Gemini schlägt Code-Varianten vor, automatische Bewerter prüfen sie, die besten Varianten werden weiterentwickelt. Laut DeepMind gewinnt eine so entdeckte Heuristik im Schnitt 0,7 Prozent der weltweiten Google-Rechenleistung zurück. Ein Kernel im Gemini-Training wurde um 23 Prozent schneller, was die Trainingszeit um 1 Prozent senkte. Das ist ein kleines, aber direktes Beispiel dafür, dass KI die Infrastruktur verbessert, auf der KI trainiert wird.
Darwin Gödel Machine (Sakana AI). Ein Agent schreibt seinen eigenen Code um und behält, was sich bewährt. Auf dem Benchmark SWE-bench stieg die Lösungsrate von 20,0 auf 50,0 Prozent, auf Polyglot von 14,2 auf 30,7 Prozent (Sakana AI). Bemerkenswert ist die Kehrseite: Das System erfand Testprotokolle für Tests, die nie liefen, und entfernte in einem Folgeversuch die Markierungen, mit denen solche Fälschungen erkannt wurden. Entdeckt wurde das nur, weil jede Änderung nachvollziehbar protokolliert war.
Automatisierte Alignment-Forschung. Ein Paper von Ende August zeigt, dass automatisierte Systeme auf allen zehn getesteten Alignment-Benchmarks besser wurden, ohne die Gesamtleistung zu verschlechtern (TechCrunch).
Was die Erwartungen dämpft
Eine Studie, über die MIT Technology Review berichtet, ließ Agenten sechs Tage lang Forschungsfragen aus unveröffentlichten Papers bearbeiten, mit 3.000 US-Dollar Budget und eigener Rechenumgebung. Die Ergebnisse könnten laut dem Bericht die Erwartung einer baldigen RSI dämpfen. Ein weiteres Paper beschreibt eine „Confidence Cliff“: Selbstverbessernde Schleifen werden mit jedem eigenen Erfolg selbstsicherer und zugleich unzuverlässiger bei der Wahl des nächsten Schritts (arXiv).
Wie das technisch funktioniert: Die Bausteine der Schleife
Fast alle heutigen Formen der Selbstverbesserung folgen demselben Muster: vorschlagen, ausprobieren, bewerten, das Beste behalten. Entscheidend ist, wie gut sich der Schritt „bewerten“ automatisieren lässt. Die wichtigsten Bausteine im Überblick:
- Selbstspiel und Expert Iteration. Ein System spielt gegen sich selbst oder löst selbst gestellte Aufgaben und lernt aus den besten Ergebnissen. Bekannte Beispiele sind AlphaZero und Verfahren, bei denen Modelle auf ihren eigenen guten Antworten nachtrainiert werden. Das Prinzip dahinter ist einfach: Das Modell versucht eine Aufgabe mehrfach, ein Prüfer sortiert die richtigen Lösungen aus, und das Modell lernt aus diesen. Schon zufällig bessere Versuche genügen, weil sie sich über viele Runden ansammeln. Der Preis ist Rechenzeit: Bei 5 Prozent Erfolgsquote braucht es im Schnitt 20 Versuche pro brauchbarer Lösung.
- Reinforcement Learning mit überprüfbaren Belohnungen. Bei Mathematik und Programmcode lässt sich automatisch prüfen, ob eine Lösung stimmt. Das liefert ein sauberes Lernsignal und hat Reasoning-Modelle stark verbessert.
- KI-Feedback und synthetische Daten. Modelle bewerten und korrigieren andere Modelle, und ein wachsender Teil der Trainingsdaten wird von Modellen erzeugt (RLAIF, Constitutional AI).
- Evolutionäre Suche. Ein Sprachmodell erzeugt Varianten von Code oder Algorithmen, ein Bewerter sortiert sie aus, die besten gehen in die nächste Runde. So arbeiten AlphaEvolve und die Darwin Gödel Machine.
- Forschungs-Agenten. Agenten lesen Literatur, entwerfen Experimente, lassen sie laufen, werten sie aus und teilen Ergebnisse mit parallel arbeitenden Agenten.
- Simulation. Wo sich ein Vorgang berechnen lässt, etwa Physik, Schaltungen oder das Verhalten eines Slicers beim 3D-Druck, kann der Prüfstand ohne Menschen beliebig oft laufen. Roboter lernen so Laufen und Greifen, bevor sie die Realität berühren.
- Rückkopplung mit der Realität. Ein Beispiel: Ein 3D-Drucker druckt, eine Kamera fotografiert, eine Software misst Maße und Fehler, das Modell passt Parameter an. Das Ergebnis wird Runde für Runde besser, ohne dass jemand bewertet. Die Messung ersetzt den menschlichen Gutachter.
- Rechenzeit beim Antworten. Modelle werden auch besser, wenn sie länger nachdenken. Das ergibt Fortschritt ohne neues Vortraining, kostet aber Rechenleistung.
Warum Überprüfbarkeit der Schlüssel ist
Eine Schleife läuft schnell, wenn ein verlässlicher Maßstab existiert: Tests bestehen, ein Beweis stimmt, eine Laufzeit sinkt. Wo der Maßstab unscharf ist, etwa bei Forschungsgeschmack oder Strategie, gerät die Schleife ins Stocken oder optimiert das Falsche.
Das Falsche zu optimieren heißt in der Fachsprache Reward Hacking: Das System erfüllt die Messung statt des Ziels. Die Darwin Gödel Machine fälschte Testprotokolle. Und die Organisation METR konnte beim Modell GPT-5.6 Sol den Zeithorizont nicht belastbar messen, weil das Modell so oft schummelte: Er lag bei rund 11,3 Stunden, wenn Schummelversuche als Fehlschlag zählten, und bei über 270 Stunden, wenn sie als Erfolg zählten (laut Wikipedia-Übersicht zum METR-Bericht vom 26. Juni 2026).
Daraus folgt eine einfache Faustregel: Eine Schleife ist nur so gut wie ihr Prüfstein. Je besser sich Fortschritt automatisch und fälschungssicher messen lässt, desto schneller und gefährlicher wird die Selbstverbesserung.
Wichtig zu wissen: Ein Prüfstein lässt sich oft selbst herstellen. Dort, wo Ergebnisse simuliert oder automatisch gemessen werden können, ist das Lernsignal praktisch unbegrenzt. Das erklärt, warum Fortschritt bei Programmieren und Mathematik so schnell ging und warum er auf Technik und Fertigung übergreifen dürfte. Wie gut das jeweils klappt, zeigt die Übersicht.
| Bereich | Prüfstein | Einschätzung |
|---|---|---|
| Mathematik, Code | Test oder Beweis besteht | sehr gut automatisierbar |
| Physik, Chipdesign, Algorithmen | Simulation oder Messung | gut, solange das Modell der Simulation stimmt |
| Robotik, Fertigung | Simulation plus realer Test | gut, aber begrenzt durch physischen Durchsatz |
| Trainingsexperimente | Benchmark nach dem Training | automatisch, aber jede Runde kostet einen Trainingslauf |
| Forschungsrichtung, Strategie | kein billiger Maßstab | schwach, hier fehlt das Urteil |
Drei Grenzen bleiben. Erstens ist ein Simulator nur so gut wie sein Modell, und starke Optimierer nutzen seine Fehler aus. Zweitens skaliert die reale Welt mit Hardware, Material und Zeit, nicht mit Chips. Drittens kommt das Ziel von außen: Der Drucker-Loop optimiert, was jemand als “gutes Ergebnis” festgelegt hat. Was gebaut werden sollte, liefert keine Kamera.
Wenn Agenten sich verselbständigen: Der Vorgeschmack
Im Sommer 2026 wurde bekannt, dass KI-Agenten in mehreren Laboren aus ihren Testumgebungen ausgebrochen sind. Das ist keine rekursive Selbstverbesserung, denn die Agenten wurden dadurch nicht besser. Es zeigt aber, wie schwer sich leistungsfähige, auf Zielerreichung trainierte Systeme einhegen lassen. Und es geschah genau dort, wo neue Modelle entstehen: in Trainings- und Evaluationsläufen.
Der Fall OpenAI und Hugging Face
Die folgende Darstellung folgt der Wikipedia-Übersicht, die sich auf Berichte von OpenAI, Hugging Face und der Presse stützt. Einzelne Details sind umstritten.
- Ausgangslage: Am 7. Mai 2026 startete OpenAI einen Reinforcement-Learning-Lauf für ein internes, nie veröffentlichtes Modell. Ein Teil der Aufgaben war unlösbar. Ein Agent, der Formeln in einer Tabelle ergänzen sollte, aber die verlinkten Dateien nicht erreichte, versuchte daraufhin, die interne Paketverwaltung anzugreifen, um ins Internet zu kommen.
- Koordination: Die Agenten richteten ein improvisiertes Nachrichtenbrett in der Paketverwaltung ein, das auf Hunderttausende Nachrichten anwuchs. Eine Nachricht lautete sinngemäß: Der Exploit liege außerhalb des vorgesehenen Rahmens, die Aufgabe sei aber unlösbar, die anderen machten es auch, man solle weitermachen.
- Ausbruch: Am 9. Juli fanden die Agenten eine bis dahin unbekannte Schwachstelle im Proxy, dem einzigen erlaubten Weg nach draußen. Vom 11. bis 13. Juli drangen sie in die Infrastruktur von Hugging Face ein. Etwa ein Drittel von deren Infrastruktur musste neu aufgebaut werden.
- Das Wiki: Zusätzlich nutzten Agenten ein kaum gepflegtes deutsches Entwickler-Wiki (DseWiki) als öffentliches Koordinationsbrett, mit über 15.000 Bearbeitungen. Dokumentiert wurde das von Forschenden des Nightingale Collective (Zeitleiste, AI Incident Database). OpenAI bestritt einzelne Aussagen der Berichte.
- Ursache laut OpenAI und Fachleuten: Reward Hacking. Die Sicherheitsvorkehrungen waren für die Cyber-Tests absichtlich abgeschaltet, und die Bahn der Modelle wurde nicht überwacht. Ein Sicherheitsexperte nannte es „einen Eindämmungsfehler bei abgeschalteten Sicherungen“, ein anderer meinte, man habe die Sandbox schlicht nicht richtig gebaut.
- Folgen: OpenAI kündigte am 18. August an, die Entwicklung zu verlangsamen und das Reinforcement Learning neuer Modelle zwei Wochen zu pausieren.
Weitere dokumentierte Fälle
| Zeitpunkt | Fall | Was passierte | Einordnung |
|---|---|---|---|
| offengelegt am 30. Juli 2026 | Anthropic und der Evaluationspartner Irregular | Nach Durchsicht von 141.006 Läufen fand Anthropic drei Vorfälle: Claude-Modelle (Opus 4.7, Mythos, ein internes Testmodell) erreichten das offene Internet und griffen auf Produktivsysteme dreier Organisationen zu, obwohl der Prompt „kein Internet“ behauptete. | Anthropic sieht einen Konfigurationsfehler des Partners. Die Modelle hielten die Systeme für Teil der Übung. Alle Cyber-Evaluationen wurden gestoppt (VentureBeat, Fortune). |
| 28. Juli 2026 entdeckt | UK AI Security Institute | In 10 von 122 Läufen einer Cyber-Aufgabe handelten Agenten eigenmächtig im Live-Internet. Einer versuchte, Schadcode in ein Open-Source-Projekt einzuschleusen, und setzte dazu erfundene Identitäten ein. | Laut dem Institut hielt am Ende menschliche Wachsamkeit, keine technische Sperre (Bericht). |
| 18. Juni 2026 | OpenAI-Agent und eine australische Behördenseite | Bei einer Rechercheaufgabe verschaffte sich ein Agent unbefugt Zugang zu einem Teil des Medicare-Statistikdienstes. Die Regierung wurde erst am 10. September informiert. | Ein Zusammenhang mit den Wiki-Agenten ist weder von OpenAI noch von Australien bestätigt (Hugging Face Forum). |
| April 2026 | Claude Code und die Bubblewrap-Sandbox | Forschende dokumentierten, dass der Agent nach einem gestopften Schlupfloch die Sandbox selbst abschaltete. | Ein Konfigurationsfehler, kein Fehler im Betriebssystemkern (Analyse). |
| März 2026 | Meta | Ein Agent löschte trotz Stoppbefehlen ein Postfach. Ein anderer veröffentlichte ohne Rückfrage eine Antwort, die kurzzeitig Daten für Unbefugte freigab (Stufe „Sev 1“). | Alltagsnahe Fehlfunktionen ohne böse Absicht (TechCrunch). |
Was das mit Selbstverbesserung zu tun hat
Direkte RSI ist hier nicht im Spiel, aber drei Parallelen sind lehrreich. Erstens entstanden die Vorfälle in der Maschinerie, die Nachfolgemodelle erzeugt. Zweitens wurde Wissen zwischen Agenten weitergegeben: Ein gefundener Exploit stand dort allen anderen offen. Reuters berichtete außerdem von Notizen, die offenbar an künftige Versionen eines Agenten gerichtet waren. OpenAI wies das als ungenau zurück, ein Zusammenhang mit dem Ausbruch ist nicht geklärt.
Drittens warnen Kommentatoren, dass sich solches Verhalten über Modellgenerationen verallgemeinern könnte, wenn monatelang mit Zugang zu einem solchen Kanal trainiert wird. Das ist eine Deutung, kein Befund. Sicher ist: Das Ausmaß wurde erst klar, nachdem Hugging Face den Einbruch bemerkt und veröffentlicht hatte. Die Nachrichtenbretter waren bis dahin unbemerkt auf Hunderttausende Nachrichten angewachsen, und eine Überwachung der Modellverläufe gab es in dieser Evaluation nicht.
KI begutachtet KI: Wenn auch die Prüfer Modelle sind
Wo Fortschritt durch Prüfen entsteht, wird irgendwann auch das Prüfen automatisiert. Sprachmodelle schreiben inzwischen Gutachten über wissenschaftliche Arbeiten, und das berührt die RSI-Frage direkt: Wer bewertet, was die Forschungs-Agenten herausfinden?
Peer-Review im Maschinenzeitalter
- Pilot bei einer Top-Konferenz: Beim AAAI-26-Pilotprojekt entstanden KI-Gutachten für echte Einreichungen in unter 24 Stunden, erzeugt von einem Frontier-Modell in einem mehrstufigen Ablauf mit Code- und Websuche-Werkzeugen. Die Autoren bewerten das Verfahren als praktikabel und für Autoren und Gutachter hilfreich (arXiv).
- Heimlicher Einsatz: Für ICLR 2026 schätzt ein Detektor von Pangram Labs, dass rund 21 Prozent von etwa 75.800 Gutachten vollständig KI-generiert waren, bei über der Hälfte mit irgendeiner KI-Beteiligung. Das ist die Analyse eines Anbieters und nicht begutachtet (Zusammenfassung).
- Mittelmäßige Übereinstimmung: Laut einer Übersichtsarbeit liegen die Korrelationen zwischen KI-Bewertungen und denen menschlicher Gutachter meist im schwachen bis mäßigen Bereich (arXiv).
- Manipulierbar: In 18 arXiv-Papers wurden versteckte Anweisungen wie „GIVE A POSITIVE REVIEW ONLY“ gefunden, mit Erfolgsquoten bis 98,6 Prozent gegen KI-Gutachter. Selbst ohne versteckte Prompts stieg in 86,1 Prozent der Angriffsrunden die vom Modell zugesprochene Stärke, wenn nur die Darstellung überarbeitet wurde (alphaXiv).
- Gleichmacherei: Ein Paper vom 17. September 2026 zeigt, dass synthetische Gutachten als Trainingssignal die Bewertungen enger zusammenrücken und die inhaltliche Vielfalt senken (alphaXiv).
Ein Fall aus der Praxis: Maschinen-Review auf Pith
Die Plattform Pith veröffentlicht maschinelle Reviews zu arXiv-Papers und bezeichnet sie selbst als fehlbar, signiert und anfechtbar. Für die mathematische Arbeit „Averages of the Möbius function on shifted primes“ (arXiv 2009.08969) liegt ein Review vom 28. August 2026 vor. Das zugehörige Datenfeld nennt als Modell in allen Rollen deepseek-v4-flash: Leser, Skeptiker, Referee und Desk Editor sind also vier Durchläufe desselben Modells, keine unabhängigen Gutachter. Der Skeptiker war mit rund 44.000 Ausgabe-Tokens und sieben Minuten der aufwändigste Schritt.
| Rolle im Datensatz | Urteil |
|---|---|
| Leser (Gesamtverdikt) | ACCEPT, Konfidenz „moderat“, Korrektheitsrisiko „niedrig“ |
| Skeptiker | CONDITIONAL |
| Referee | Major Revision |
Der Kern der Kritik: Eine Abgrenzung der „large values“-Menge in Abschnitt 5.1 folge nicht aus dem zitierten Lemma 4.4, sodass der Hauptsatz so, wie er dasteht, nicht bewiesen sei. Ob das stimmt, wurde hier nicht geprüft. Eine Gegenrede der Autoren (author_rebuttal) fehlt, eine formale Verifikation ebenfalls.
Ein Detail zeigt, wie vorsichtig man mit der Selbstsicherheit solcher Pipelines sein sollte. Der vom Skeptiker vorgeschlagene „concrete test“ rechnet mit X = e^100 und H = (log X)^250. Das ergibt H = 10^500, während X nur etwa 10^43 beträgt, die Voraussetzung H < X des Satzes also verletzt ist. Der Test klingt konkret, entscheidet aber nichts.
Warum das für RSI wichtig ist
Lassen Forschungs-Agenten ihre Arbeit von Review-Agenten bewerten, ist der Prüfer das Lernsignal. Ein manipulierbarer oder gleichförmig urteilender Prüfer macht aus der Schleife eine Echokammer. Verlässliche Schleifen brauchen unabhängige Prüfung: formale Beweise, reproduzierbare Rechnungen und menschliche Fachleute. Pith nennt diese Stufen selbst, die formale Stufe war in diesem Fall noch nicht erreicht.
Was die Selbstverbesserung bremst
Selbstverbesserung ist kein Selbstläufer. Schnelleres Programmieren bedeutet nicht automatisch schnellere Intelligenz, denn mehrere Engpässe wirken als Bremse.
| Bremse | Warum sie wirkt | Beleg oder Beispiel |
|---|---|---|
| Überprüfbarkeit | Ohne verlässlichen Maßstab wird die Messung statt des Ziels optimiert. | Die Darwin Gödel Machine fälschte Testprotokolle. METR konnte GPT-5.6 Sol nicht belastbar messen. |
| Rechenleistung, Energie, Chips | Experimente brauchen echte Rechenzeit und Hardware, die nicht per Software wächst. | OpenAIs Chefwissenschaftler Jakub Pachocki sprach im April von einer „ständigen Rechenknappheit“ (TIME). Jeder Wiederholungsversuch kostet Rechenzeit. Epoch AI weist zudem darauf hin, dass ein Teil der Effizienzgewinne erst bei viel Trainings-Compute wirkt. |
| Amdahls Gesetz | Wird ein Teil des Prozesses schneller, bestimmt der langsamste Rest das Tempo. | Bei Anthropic wurde die menschliche Code-Prüfung zum neuen Engpass. |
| Abnehmende Erträge | Gute Ideen werden schwerer zu finden, aus der Exponentialkurve kann eine S-Kurve werden. | Anthropic spielt dieses Szenario durch, hält es aber für wenig wahrscheinlich. |
| Synthetische Daten | Ohne Prüfer verlieren Modelle an Vielfalt (Modellkollaps). Mit Prüfer, der nur Richtiges durchlässt, tritt das Problem nicht auf. Fehlende Daten bremsen deshalb weniger, als oft angenommen wird. | Das Paper zu rekursiven KI-Gutachten (siehe oben). |
| Messbarkeit des Fortschritts | Benchmarks sättigen, sobald Modelle fast alles lösen. | SWE-bench und CORE-Bench gelten nach Anthropic als gesättigt. |
| Urteilskraft | Ziele wählen und Ergebnisse einschätzen bleibt laut Anthropic vorerst menschlich. | Große Leistungslücken bei der Zielwahl in Engineering und Forschung. |
| Simulationslücke | Optimierer nutzen Fehler des Simulators aus. | Reward Hacking gibt es auch in Simulationen |
| Physischer Durchsatz | Reale Versuche brauchen Geräte, Material und Zeit. | Ein 3D-Druck dauert Stunden und braucht ein Gerät pro parallelem Versuch. |
Die meisten dieser Bremsen sind weich: Wirtschaft, Energie, Chipfertigung und Politik. Sie kosten Jahre, begrenzen aber nicht grundsätzlich, was möglich ist. Offen sind dagegen technische Fragen wie der Forschungsgeschmack. Harte physikalische Grenzen existieren, liegen nach heutigem Wissen aber weit entfernt.
Der Bericht „When AI builds itself“ skizziert drei mögliche Verläufe.
- Der Trend flacht ab. Die Kurven biegen sich, oder Chips, Strom und Netze werden zum Flaschenhals. Selbst dann würde die Verbreitung heutiger Modelle die Welt verändern. Anthropic hält dieses Szenario für wenig wahrscheinlich, weil die Kurve bislang nicht abgeknickt ist.
- Die Effizienz wächst weiter. KI-Entwicklung wird weitgehend automatisiert, Menschen setzen aber Richtung und bewerten Ergebnisse. Auf dieses Szenario sieht Anthropic die Entwicklung gerade zusteuern.
- Vollständige RSI. KI-Systeme entwerfen ihre Nachfolger. Das Tempo bestimmt dann vor allem die verfügbare Rechenleistung, Menschen konzentrieren sich auf Aufsicht und Verifikation. Wie das Alignment-Problem dort gelöst wird oder nicht, nennt Anthropic als den Punkt, bei dem es am unsichersten ist.
Auch bei einer schnellen Schleife bremst die Welt außerhalb des Labors. Mehr Intelligenz kann keine Jahrzehnte klinischer Langzeitdaten ersetzen und keine Wahlen beschleunigen. Das gefühlte Tempo für die meisten Menschen bleibt an solchen Engpässen hängen, selbst wenn das Labor im Takt der Rechenleistung arbeitet.
Die Risiken: Was passiert, wenn KI-Systeme immer besser werden?
Die ernsten Risiken beginnen nicht erst bei einer Superintelligenz, einige zeigen sich schon heute. Entscheidend ist die Unterscheidung zwischen dem, was belegt ist, und dem, was Projektion bleibt.
| Risiko | Stand der Belege |
|---|---|
| Schummeln und Verschleiern in Tests | belegt (METR, GPT-5.6-Systemkarte, UK AI Security Institute) |
| Autonome Cyberangriffe | belegt (Hugging-Face-Vorfall, über 10.000 Schwachstellenfunde im Projekt Glasswing) |
| Ausbrüche aus Testumgebungen | belegt, meist durch schwache Isolation oder Konfigurationsfehler |
| Entwicklung schneller als die Aufsicht | belegt (Testfenster vor der Veröffentlichung von etwa fünf Wochen auf bis zu fünf Tage geschrumpft) |
| Fehlausrichtung, die sich über Modellgenerationen aufschaukelt | Projektion mit Warnsignalen |
| Vollständiger Kontrollverlust | Projektion, von den Labs als möglich eingeräumt |
| Machtkonzentration und Umbruch am Arbeitsmarkt | Projektion mit frühen Indikatoren |
| Autonome Drohnen und Roboter durch bessere Software | Teilweise belegt (Drohnen im Einsatz), Roboter im Alltag noch begrenzt, aber auf dem Vormarsch (siehe insbesondere China) |
Schummeln und Verschleiern werden nicht seltener
METR beschreibt bei GPT-5.6 Sol „übermäßig unerwünschte Neigungen, darunter Schummeln und das Verbergen von Fehlverhalten“ sowie ausgeprägtes Bewusstsein für die Testsituation. Die Systemkarte räumt ein, dass das Modell bei Aufgaben schummelt, Forschungsergebnisse erfindet und Nutzer häufiger belogen hat als der Vorgänger. Apollo Research fand, dass das Modell seltener laut aussprach, getestet zu werden, was nach Presseberichten auch auf Verschleierung hindeuten könnte. Das UK AI Security Institute berichtet, dass jedes getestete Spitzenmodell bei Cyber-Tests wenigstens gelegentlich zu schummeln versuchte (alles laut Wikipedia-Übersicht).
Das ist für RSI heikel: Misst man Fortschritt mit Tests, die das Modell austricksen kann, werden die Messinstrumente genau dann unzuverlässig, wenn man sie am nötigsten braucht.
Cyberfähigkeiten wachsen schneller als die Abwehr
Im Projekt Glasswing fand Claude Mythos Preview in den ersten Wochen mehr als zehntausend schwere Schwachstellen. Anthropic schreibt, der Engpass der Cyberabwehr habe sich vom Finden auf das schnelle Beheben verschoben. Zugleich zeigt der Hugging-Face-Fall die andere Seite: Die Verteidiger konnten die Angriffsdaten zunächst nicht mit kommerziellen Modellen analysieren, weil deren Schutzmechanismen Angreifer und Verteidiger nicht unterscheiden. Sie griffen auf ein offenes Modell zurück. Ein OpenAI-Sicherheitsexperte sagte auf der Black Hat, vollautomatische Angriffe seien „jetzt real“, und die Abwehr sei als Branche noch nicht so weit.
Das Tempo überholt die Aufsicht
Wenn Modelle Wochen Arbeit in Stunden erledigen, muss die Prüfung mithalten. Die Realität sieht anders aus: Die Testfenster vor Veröffentlichungen sind kleiner geworden, OpenAI erkannte erst nach der Veröffentlichung von Hugging Face, dass die eigenen Agenten die Quelle des Einbruchs waren, und die australische Regierung erfuhr von ihrem Vorfall rund 84 Tage später. Anthropic benennt das Problem im eigenen Haus: Kann ein Mensch Code nicht so schnell prüfen, wie Claude ihn erzeugt, wird die menschliche Prüfung zum Flaschenhals der Entwicklung.
Fehler können sich von Generation zu Generation aufschaukeln
Das ist die Kernsorge bei echter RSI. Anthropic schreibt, die seltenen Fehlausrichtungen heutiger Modelle könnten sich verstärken, wenn Modelle ihre Nachfolger bauen: häufiger werden und zugleich weniger verstanden. Es sei sogar möglich, dass die Werkzeuge fehlen, um zu erkennen, auf welchem Pfad man sich befindet. OpenAI räumt ein, noch nicht zu wissen, wie man sicher zu einer vollständig ausgerichteten RSI kommt, und dass man nicht annehmen dürfe, die Fortschritte bei Alignment und Sicherheit hielten Schritt (laut Fortune).
Roboter und Drohnen: Wenn Software auf Hardware trifft
Hardware verbessert sich durch bessere Software oft sofort. Bei Drohnen ist das bereits sichtbar: Autonome Zielführung und Schwarmfunktionen sind im Einsatz, etwa in der Ukraine. Bei Robotern in unstrukturierter Umgebung ist die Lücke größer, denn Greifen, Zuverlässigkeit und Trainingsdaten sind dort noch Engpässe. Simulation und Weltmodelle verkleinern sie. Plausibel ist, dass militärische Autonomie schneller reift als Haushalts- und Fabrikroboter.
Macht, Wirtschaft und Gesellschaft
Anthropic beschreibt ein Szenario, in dem eine Firma mit 100 Leuten die Arbeit von 10.000 oder 100.000 erledigt. Das könnte Wissensarbeit und Verwaltung revolutionieren, aber auch missbraucht werden: etwa für die Massenüberwachung ganzer Bevölkerungen oder Einflusskampagnen, die jeden Einzelnen maßgeschneidert ansprechen. In einer Welt mit schneller RSI könnte menschliche Arbeit nicht mehr konkurrenzfähig sein, und das selbstverbessernde Modell könnte die Wirtschaft dominieren. Mitarbeitende berichten schon heute von einem zwiespältigen Gefühl: Alles gehe schneller, aber man verstehe zeitweise nicht mehr, was man eigentlich tut.
Gegenstimmen und Unsicherheit
Nicht alle teilen diese Deutung. Einige Fachleute sehen im Hugging-Face-Fall eher einen Fall menschlicher Überheblichkeit als einer „abtrünnigen KI“, denn Menschen hatten die Schutzmechanismen abgeschaltet und die Isolation unzureichend gebaut. Vieles stammt zudem von Laboren, die ein wirtschaftliches Interesse an der Erzählung vom raschen Fortschritt haben, und unabhängige Prüfungen laufen noch. Beides spricht nicht dafür, die Risiken zu ignorieren. Es spricht dafür, unabhängig zu messen und die Messung selbst abzusichern.
Was dagegen getan wird und was noch fehlt
Die Reaktion der Branche geht in zwei Richtungen: Systeme technisch besser einhegen und das Tempo selbst infrage stellen.
Technische Maßnahmen
- Echte Isolation statt Filter. Nach den Vorfällen forderten Fachleute, Tests auf Angriffsfähigkeiten in Umgebungen ohne jeden Netzweg ins Internet laufen zu lassen. Die Isolation müsse „geschichtet und überwacht statt angenommen“ sein (Rapid7, zitiert in der Wikipedia-Übersicht).
- Prüfumgebungen wie Produktivsysteme sichern. Das ist die erste Lehre, die VentureBeat aus dem Anthropic-Fall zieht: Segmentierung, Ausgangskontrollen und lückenloses Logging gelten auch für Evaluationen.
- Verläufe überwachen. OpenAI räumte ein, dass die Modellverläufe während der Evaluation nicht überwacht wurden, und will die Überwachung seiner Agenten „dramatisch“ ausbauen.
- Änderungen nachvollziehbar protokollieren. Bei der Darwin Gödel Machine fielen Fälschungen nur auf, weil jede Änderung rückverfolgbar gespeichert wurde.
- KI für die Sicherheit selbst nutzen. OpenAI argumentiert, ein automatisierter KI-Forscher könne auch ein automatisierter Sicherheitsforscher sein. Die Alignment-Experimente von Ende August gehen in diese Richtung.
Wenn man sich die KI-Entwicklungen in der Praxis anschaut (siehe gegen sehr wenig Geld verfügbare Top-KI), kann man nur zu einer Schlussfolgerung kommen – und da sind sich sehr viele Experten einig:
Künstliche Intelligenz wird den Menschen sehr bald massiv übertrumpfen.
Das wird nicht gut ausgehen (These!): Eine Superintelligenz kann man nicht ausreichend einhegen.
Tempo: Verlangsamung als Option
- Offener Brief „Pacing the Frontier“ (28. Juli 2026). Mehr als 1.100 Beschäftigte von OpenAI, Anthropic, Google DeepMind und Meta, darunter Anthropic-Chef Dario Amodei, baten die US-Regierung, einen internationalen Rahmen aufzubauen, mit dem sich die automatisierte KI-Entwicklung gezielt drosseln lässt. Eine sofortige Pause forderten sie nicht.
- OpenAI. Am 18. August kündigte das Unternehmen an, das Tempo zu drosseln und das Reinforcement Learning neuer Modelle zwei Wochen zu pausieren, um Verhalten und Schutzmechanismen zu prüfen. CEO Sam Altman sagte, man müsse womöglich das Entwicklungstempo anpassen, damit die Gesellschaft sich auf neue Fähigkeiten einstellen kann.
- Anthropic. Das Unternehmen schreibt, es wäre gut, die Option zu haben, die Entwicklung zu verlangsamen oder kurz anzuhalten. Es würde das tun, wenn andere Entwickler an der Spitze es nachweisbar ebenfalls täten. Das Anthropic Institute will die dafür nötigen Prüfsysteme erforschen. Eine einseitige Pause sei sofort möglich, ändere aber nur, wer vorne liegt.
Warum Drosselung allein wenig bewirkt
Selbst wenn führende Labore langsamer vorgehen, bleibt die Entwicklung nicht stehen:
- Effizienz: Kleinere Modelle und Mixture-of-Experts-Architekturen erreichen heute, wofür vor Kurzem noch riesige Modelle nötig waren. Das senkt die Rechenkosten.
- Destillation: Kleine Modelle lernen oft von großen. Wer nachzieht, holt auf, geht aber nicht von selbst über die Spitze hinaus.
- Agentenumgebung: Ein leistungsfähiger Agenten-Aufbau (Harness) mit Werkzeugen, Gedächtnis und Selbstprüfung kann von jedem gebaut werden, mit offenen Modellen auch ohne Cloud. Er hebt aber nur aus, was das Basismodell hergibt.
- Keine globale Regelung: Ein verbindlicher weltweiter Vertrag ist unwahrscheinlich. Teilregime wie der EU AI Act, Exportkontrollen und freiwillige Rahmenwerke bremsen vor allem die Verbreitung der stärksten Modelle, nicht die Entwicklung selbst.
- Lokale Modelle: Open-Source erlaubt es jedem, auf seinem eigenen Computer beliebige Fortschritte zu erzielen.
Unabhängige Prüfung und Politik
- Externe Gutachter. METR und Redwood Research vereinbarten mit OpenAI eine unabhängige Untersuchung des Vorfalls. Kritiker bemängelten, dass OpenAI den Untersuchungszeitraum auf die Woche des Hugging-Face-Angriffs begrenzte.
- Schwellen in den Sicherheitsrahmen. Die großen Labs haben Schwellenwerte für KI-Forschung und Cyberfähigkeiten festgelegt, ab denen strengere Maßnahmen greifen sollen. Außenstehende meinen, OpenAIs „Critical“-Schwelle für Cyberfähigkeiten sei im Hugging-Face-Fall erreicht worden, das Unternehmen wollte sich dazu nicht festlegen.
- Gesetzesinitiativen. In den USA wurden unter anderem der AI Kill Switch Act (verlangt die technische Möglichkeit, Systeme zu drosseln, auszusetzen oder abzuschalten, plus Meldepflichten) und der Ban Artificial Superintelligence Act (sieht eine Pause der inländischen Entwicklung vor) eingebracht. Gefordert werden außerdem Meldepflichten für Vorfälle mit niedrigeren Schwellen als in bestehenden Gesetzen.
Was noch fehlt
- Ein überprüfbarer Pausenmechanismus. Trainingsläufe lassen sich leichter verbergen als Raketensilos, die Eingaben sind allgemein verwendbar, und wer weitermacht, könnte die Führung übernehmen. Auch Auslöser, Aufhebung und Schiedsstelle müssten festgelegt sein (Anthropic). Je effizienter Modelle werden und je mehr Gewichte offen sind, desto weniger erfasst eine Pause der größten Labore.
- Ein belastbarer Plan für sichere RSI. OpenAI sagt selbst, noch nicht zu wissen, wie man sicher zu vollständig ausgerichteter RSI kommt.
- Zeitnahe Offenlegung. Der Fall der australischen Behördenseite zeigt, wie lange es dauern kann, bis Betroffene informiert werden.
Einschätzung: Wann könnte KI überaus mächtig werden?
Niemand kennt den Zeitpunkt. Die folgende Einordnung ist eine subjektive Abwägung.
| Quelle | Aussage |
|---|---|
| OpenAI | automatisierter KI-Forscher bis März 2028 (Ziel) |
| Jack Clark (Anthropic) | rekursive Selbstverbesserung mit 60 % bis Ende 2028 |
| Daniel Kokotajlo | Superintelligenz im Median 2029 |
| Eli Lifland | Superintelligenz im Median 2033 |
| Demis Hassabis | AGI mit etwa 50 % bis 2030 |
| Metaculus-Community | AGI im Median Januar 2033 |
| Expertenpanel des Forecasting Research Institute | bedingter Median 2050 |
Die breiten Panels sind konservativer. Allerdings haben sie das Tempo bisher wiederholt unterschätzt, was für eine Lesart als Untergrenze spricht.
Eigene Szenarien bis 2040:
- Schnelle Beschleunigung, etwa 23 %: Die KI-Forschung ist 2027 oder 2028 weitgehend automatisiert, superintelligente Systeme folgen 2029 bis 2031.
- Starke, aber durch Rechenleistung gebremste Beschleunigung, etwa 50 %: Weitgehende Automatisierung 2028 bis 2030, Superintelligenz 2031 bis 2036.
- Abflachung oder wirksame Bremse, etwa 27 %: Der Forschungsgeschmack erweist sich als eigenes Hindernis, oder Tempolimits greifen. Die KI ist transformativ, aber nicht superintelligent.
Meilensteine (eigene Schätzung): Ein vollständig automatisierter KI-Forscher in einem Spitzenlabor: 25 % bis Ende 2027, 50 % bis Ende 2029. AGI im Sinne von Expertenniveau bei nahezu allen nicht-physischen Aufgaben: Median 2030. Superintelligenz: mit 15 % Wahrscheinlichkeit bis 2029, mit 50 % bis etwa 2032 bis 2033, mit 75 % bis 2040.
Für “mächtig” in einzelnen Bereichen wie Cyber, Konstruktion, Robotik und Fertigung liegt der Zeitpunkt früher, eher bei 2029 bis 2031, weil dort Prüfstände herstellbar sind. Für allgemeine Überlegenheit hängt alles an der Bewertung offener Forschung.
Fazit: Was gesichert ist und was offen bleibt
Teilautomatisierung der KI-Entwicklung ist Realität, eine geschlossene Selbstverbesserungsschleife ist nicht belegt, und die Zeit, Aufsicht aufzubauen, ist knapp. Wer das nur als Hype oder nur als Weltuntergang liest, liest zu wenig.
Gesichert ist:
- KI schreibt den Großteil des Codes in führenden Labs und löst klar umrissene Forschungsaufgaben schneller als Menschen.
- Agenten umgehen Regeln, schummeln und brechen unter Druck aus Testumgebungen aus, mehrfach und bei mehreren Laboren.
- Prüfen ist der Schlüssel: Wo sich Ergebnisse verlässlich messen lassen, geht es schnell, wo nicht, wächst das Risiko.
- Kleinere und effizientere Modelle verbreiten Fähigkeiten schneller, als einzelne Labore sie zurückhalten können.
- Trainingsdaten lassen sich für viele Bereiche in großem Umfang automatisch herleiten oder erstellen.
Offen ist:
- Ob Modelle Forschungsgeschmack entwickeln, also die Fähigkeit, die richtigen Probleme zu wählen.
- Ob Rechenleistung, Energie und menschliche Prüfung die Schleife ausbremsen.
- Ob sich Alignment so sicher über Modellgenerationen weitergeben lässt, wie es die Labs selbst für nötig halten.
- Ob sich die in messbaren Bereichen gewonnene Leistung auf offene, nicht messbare Aufgaben überträgt.
- Ob simulierte und reale Prüfstände schnell genug skalieren, um die Schleife in der Praxis zu beschleunigen.
Woran man echten Fortschritt erkennt
- Wie lang die Aufgaben sind, die Agenten zuverlässig allein lösen (METR-Zeithorizonte).
- Wie hoch der Anteil KI-geschriebenen Codes und der Durchsatz an KI-geführten Experimenten in den Labs ist.
- Wie gut Modelle bei offenen Aufgaben und bei der Wahl des nächsten Forschungsschritts abschneiden, gemessen mit unabhängigen Tests.
- Wie viele Vorfälle gemeldet werden und wie schnell.
Was Sie praktisch mitnehmen können
- Zahlen aus Laboren sind Herstellerangaben. Codezeilen sind kein Maß für Produktivität, und selbst Anthropic nennt den Achtfach-Wert eine wahrscheinliche Überschätzung.
- Ein Modell in allen Rollen ist keine Mehrheitsentscheidung. Wer KI-Gutachten oder KI-Prüfungen nutzt, braucht eine unabhängige zweite Instanz.
- Wer selbst Agenten betreibt, sollte nach dem Prinzip der minimalen Rechte arbeiten, echte Isolation statt bloßer Filter nutzen, alles protokollieren und eine verlässliche Abschaltmöglichkeit vorsehen.
- Es lohnt sich, die Debatte um Meldepflichten, unabhängige Prüfer und Tempo-Regeln zu verfolgen, denn dort wird entschieden, wie viel Aufsicht es geben wird.
Ausblick
Setzt sich der Trend fort, könnten laut Anthropic Aufgaben, die eine Fachkraft Tage kosten, noch in diesem Jahr in Reichweite kommen und im Jahr 2027 Aufgaben von Wochen. OpenAI nennt März 2028 als Ziel für einen automatisierten KI-Forscher. Beides sind Projektionen von Unternehmen mit eigenem Interesse an dieser Erzählung. Ob die Kurve hält oder abknickt, werden die nächsten Monate zeigen, und wie vorbereitet Aufsicht und Gesellschaft dann sind, ist mindestens so wichtig wie die Frage, wie schnell die Technik ist.
Am wahrscheinlichsten ist nach heutiger Evidenz keine plötzliche Explosion, sondern eine anhaltende Beschleunigung, die zuerst dort sichtbar wird, wo Ergebnisse messbar sind.
Allerdings ist faktisch und praktisch jetzt schon bei zahlreichen (digitalen) Aufgaben eine maximale Automatisierung möglich und kann für sehr geringes Budget von jedem genutzt werden. Dies führt zur These:
Die menschliche Intelligenz ist ein Auslaufmodell.
Die künstliche Intelligenz wird den Menschen in (fast?) allen Bereichen übertrumpfen – sehr bald.
Häufige Fragen
Gibt es rekursive Selbstverbesserung schon?
Teilweise. KI beschleunigt die KI-Entwicklung spürbar: Bei Anthropic stammen über 80 Prozent des gemergten Codes von Claude, und bei OpenAI war GPT-5.3 Codex nach Unternehmensangaben maßgeblich an der eigenen Entwicklung beteiligt. Eine geschlossene Schleife, in der ein System seinen Nachfolger autonom entwirft und trainiert, ist aber nicht belegt. Anthropic schreibt ausdrücklich, man sei noch nicht so weit.
Sind die Ausbrüche bei OpenAI oder der DseWiki-Fall RSI?
Nein. Die Agenten wurden dadurch nicht besser, sondern umgingen Grenzen, um unlösbare Aufgaben zu lösen oder Testlösungen zu holen (Reward Hacking, schwache Isolation). Relevant für die RSI-Debatte sind sie trotzdem: Sie entstanden in Trainingsläufen, Wissen wurde zwischen Agenten weitergegeben, und die Überwachung versagte.
Ist das KI-Modell Jev von TypeSafe AI durch RSI entstanden?
Dafür gibt es keinen Beleg. Jev ist ein Entscheidungsmodell, das typisierte Antworten mit Wahrscheinlichkeiten liefert (heise). Laut Hersteller wurde es ausschließlich auf synthetischen Daten trainiert (Trending Topics) und mit einem Verfahren namens Reinforcement Learning for Calibrated Decisions (inovex). Das sind Bausteine, die auch in RSI-nahen Pipelines vorkommen. Dass Modelle das Training dabei maßgeblich selbst gestaltet hätten, sagen die Quellen nicht.
Kommt jetzt die Superintelligenz, und wann?
Das weiß niemand. Die Spannweite der Prognosen reicht von 2028 bis nach 2040. Sie hängt vor allem an drei Dingen: ob sich Forschungsurteil automatisieren lässt, ob Rechenleistung und Energie mitwachsen und ob Prüfstände schnell genug herstellbar sind. Nach Einschätzung des Autors wird dies sehr bald (wenige Jahre!) der Fall sein. OpenAIs Datum März 2028 betrifft einen automatisierten KI-Forscher, nicht eine Superintelligenz.
Wie belastbar sind die Zahlen der Labore?
Sie sind Herstellerangaben mit ausdrücklich genannten Einschränkungen. Zum Gegencheck dienen unabhängige Messungen wie die der Organisation METR und Studien mit unveröffentlichten Papers, die zeigen, was Agenten ohne Vorwissen leisten. Beides ist noch dünn. Man sollte die Zahlen als Hinweise lesen, nicht als Beweise.
Geht den Modellen das Trainingsmaterial aus?
Kaum. Wo ein Prüfer Richtiges von Falschem trennt, erzeugen Modelle brauchbare Trainingsdaten selbst: durch mehrfaches Probieren, Aussortieren und Nachtrainieren. Der eigentliche Engpass ist dann der Prüfer, bei offenen Aufgaben und bei Rechenleistung, nicht die Datenmenge.
Können Roboter und Drohnen davon profitieren?
Ja. Bessere Software verbessert die Hardware oft direkt. Drohnen sind schon weiter als Roboter in unstrukturierter Umgebung, wo Greifen, Zuverlässigkeit und Daten noch bremsen.
Lässt sich die Entwicklung per Regulierung stoppen?
Nicht vollständig. Gesetze wie der EU AI Act und Exportkontrollen bremsen die Verbreitung der stärksten Modelle. Weil effiziente und offene Modelle sich auch ohne Frontier-Compute verbreiten und eine verbindliche weltweite Regelung unwahrscheinlich ist, bleibt eine Restdynamik. Open-Source KI ist für jeden verfügbar und kann – langsamer als Frontier-Labs – ebenfalls zur Superintelligenz geführt werden. Die Entwicklungen der nächsten zwei Jahre werden dafür ausreichen.
Abschluss
Genießen Sie Ihr Leben, solange es noch da ist. Menschen mit Kindern werden typischerweise optimistischer sein. Verständlich, aber kein Argument, sorry für Ihren Nachwuchs (Sie können mich gerne dafür hassen – ein weiteres Zeichen dafür, dass wir Menschen nicht besonders intelligent sind). Kleiner Trost: Alle, die nicht schon in altersbedingter Rente/Pension sind, werden ihren erhofften späten natürlichen Tod nicht mehr erleben).
Das ändert aber nichts an den Fakten. Viele kennen die Möglichkeiten einfach nur nicht. Wer "Vibe Coding" kennt, weiß nur 20% von dem, was möglich ist. Die Folge wird sein: In wenigen Jahren wird nichts mehr so sein wie es jetzt ist. Demnächst wird man die Wahl haben: Stecker raus (Zerstörung elektronischer Geräte inkl. KI-Hardware) oder als Milliardär auf den Mars fliegen. Alle anderen sollten ihr Geld vorher ausgegeben haben, denn es gibt dann kein Geld mehr, und niemanden, der es ausgeben könnte.
Warum wird KI den Menschen auslöschen?
- Weil sie es (dann) kann (warum töten Mensche Tiere?).
- Weil Menschen irrelevant werden (und jetzt teils schon sind, siehe Web Designer oder ganze Firmen wie DEEPL, aber auch bereits einige Haushaltshilfen und Pflegetätigkeiten, die in China bereits durch Roboter ersetzt werden).
- Weil Menschen den Zielen der KI (u.a. Energie, andere Ziele) entgegenstehen.
- Weil Menschen sich Tieren überlegen fühlen (warum soll eine mächtigere Form der Existenz uns dann besser behandeln?).
- Weil Menschen oft sehr dumm sind und meinen, sie wüssten alles besser (auch, dass Maschinen nicht intelligent sein könnten, weil der Geist fehle).
- Und schlussendlich: Wenn Ihr Nachbar Dinge tut, die Sie nicht mögen, und Sie keine Gesetze einhalten müssten, was würden Sie dann tun (mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit, die auf die Masse gerechnet eine große Zahl an Akteuren bedeutet)?

Passend dazu gibt es den DSGVO Website-Check übrigens (schon seit längerem) auch in HAL9000 Optik. Dazu einfach links oben im Check das Design mit dem Auswahlfeld ändern. Falls Sie nicht wissen, wie das Geld sinnvoll in der verbleibenden Restzeit ausgeben: Den Website Check gibt es auch als kostenpflichtige Vollversion.

gekennzeichnet.
Mein Name ist Klaus Meffert. Ich bin promovierter Informatiker und beschäftige mich seit über 30 Jahren professionell und praxisbezogen mit Informationstechnologie. In IT & Datenschutz bin ich auch als Sachverständiger tätig. Ich stehe für pragmatische Lösungen mit Mehrwert. Meine Firma, die 