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Bullshit Basics Top Stories im Januar und Ausblick

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Die Top Themen diesen Monat haben es in sich und entlarven jede Menge Bullshit: Fast jede Datenschutzerklärung gibt an, Cookies seien Textdateien. Weitere Erkenntnisse: Consent Tools vermurksen Webseiten; der Google Tag Manager braucht eine Einwilligungsabfrage.

Wichtige Erkenntnisse

Fast jede Datenschutzerklärung ist falsch und muss abgeändert werden. Sie finden die Begründung in meinen beiden Beiträgen zu Cookies und zum Google Tag Manager.

Was noch wichtiger ist: Alle populären Consent Tools sind in der Praxis Versager. Das jedenfalls hat mein Praxistest von 20 Webseiten und 7 Consent Tools ergeben. Große Firmen schaffen es nicht, mit Tools wie Cookiebot, UserCentrics, OneTrust (Optanon, Cookie Law), consent manager, Klaro! oder CCM19 rechtssichere Webseiten zu erhalten. Selbst Webseiten von Anbietern dieser sogenannten Consent Lösungen, die ihr eigenes Tool verwenden, versagen gemäß meines Tests kläglich.

Die Themen im Einzelnen:

Cookies sind keine Textdateien

Wer hat sie wohl geschrieben, die Datenschutzerklärungen, in denen behauptet wird, Cookies seien Textdateien.

Wenn man es genau nimmt, waren Cookies noch nie Textdateien, denn es war immer Sache jedes Browsers, wie er Cookies genau abspeichert. Ich kenne niemanden, der alle Browser weltweit untersucht hat. Unwahrscheinlich, dass alle Cookies als Textdateien abgespeichert haben. Das war aber schon lange her. Heutzutage werden Cookies in Datenbanken gespeichert , nämlich auf jeden Fall vom Firefox Browser und von Chrome.

Consent Tools sind Bullshit

Es ist so schlimm, dass ich es Cookiegeddon genannt habe – in Anlehnung an Armageddon, das jüngste Gericht.

Getestet wurden 20 Webseiten, die insgesamt 7 verschiedene Consent Tools einsetzen. Es handelt sich um die populärsten Tools dieser Art, soweit ich weiß. Ein Tool war in drei Ausprägungen dabei, so dass sogar insgesamt 9 Consent Tools im Praxistest geprüft wurden.

Mein Fazit: Auf sämtlichen getesteten Webseiten gab es ein jämmerliches Bild. Wo man hinschaut Mängel rechtlicher Art. Wer eine rechtswidrige Webseite erhalten will, sollte über den Einsatz einer Consent Management Plattform nachdenken, bin ich versucht zu sagen.

Den Test hatte ich übrigens nur gemacht, weil mir schon seit langem bekannt ist, dass der Einsatz von Consent Tools in ihrer aktuellen Machart keine gute Idee ist.

Der Google Tag Manager verwendet Cookies

Ja, der Google Tag Manager ist keine cookielose Domäne, wie in vielen Datenschutzerklärungen behauptet wird. Vielmehr werden auch bei Abruf von der Domäne googletagmanger.com Cookies übertragen. Außerdem ist der Tag Manager keine Domäne, sondern ein Tool. Damit sind nahezu alle Datenschutzerklärungen falsch, in denen etwas zu diesem Google Tool erklärt wird.

Ausblick

In den nächsten Tagen und Wochen werde ich umfangreicher beschreiben, welche Alternativen es für populäre Webseiten-Tools gibt, so dass erst gar keine Datenschutzprobleme entstehen. Den Anfang hat ein Artikel von mir zu einigen Google-Tools gemacht. Diesen Artikel werde ich noch etwas ausbauen und durch weitere Beiträge ergänzen.

Aktuell unterstütze ich die Datenschutzorganisation noyb mit Hintergrundinformationen und technisch-rechtlichen Analysen. Hierzu wird es sicher Neuigkeiten geben.

Außerdem berichte ich über Datenschutzbehörden in Deutschland: Wer reagiert wie, und kann man damit zufrieden sein? Wie ich festgestellt habe, ist die Qualität in den einzelnen Bundesländern sehr unterschiedlich.

Zu WordPress wird es ebenfalls weitere Beiträge geben, da WordPress das am häufigsten genutzte Content Management System ist und meine Kenntnisse hier sehr tiefgehend sind. Auch diese Webseite ist mit WordPress erstellt.

Gerne greife ich Artikelvorschläge auf, wenn Sie von allgemeinem Interesse sind.

Bullshit Basics
Dies war ein Beitrag aus der Kategorie Bullshit Basics.
In dieser Kategorie werden weit verbreitete Unwahrheiten oder Falschwissen thematisiert und durch Fakten aufbereitet.

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