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Google-Tools: datenschutzfreundliche Alternativen für Websites

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Google Tools sind funktional attraktiv, aber können kaum rechtskonform verwendet werden. Die Datenschutzgesetze verbietet fast schon eine Nutzung von Google Tools. Zum Glück gibt es Alternativen.

Suchmaschinen

Zu den am häufigsten verwendeten Google-Tools gehört insbesondere die Suchmaschine unter google.de oder google.com. Gute Suchmaschinen, die Wert auf Datenschutz legen, sind:

Diese Search Engines liefern sehr gute Resultate. Sucht man etwas Exotisches, lohnt es sich oft, mehrere Suchmaschinen gleichzeitig zu nutzen.

Tools für Webseiten

Für Webseiten werden insbesondere diese Tools von Google häufig eingesetzt:

Ein Klick auf die Namen der Tools führt zum Artikel zum jeweiligen Tool, in dem die Datenschutzprobleme mit dem Dienst erklärt sind.

Wer an den genauen rechtlichen Bedingungen für die Nutzung der Google Tools interessiert ist, sollte sich die Nutzungsbedingungen von Google ansehen.

Für die eben genannten Tools gibt es jeweils bestimmte Alternativen:

Google Maps

Die bekannteste Alternative ist OpenstreetMap. Hier ist darauf zu achten, dass der Anbieter von OpenStreetMap aus der Europäischen Union stammt, am besten aus Deutschland.

Optimal ist ein eigener OpenStreetMap Map Server. Die Installation ist allerdings nicht ganz einfach.

Statt eine Google Maps einzubinden, kann man auch einmal darüber nachdenken, warum die Karte überhaupt eingebunden wird. In zahlreichen Fällen hat die Karte keinen Nutzen und kann einfach weggelassen werden.

Soll eine Karte für eine Routenplanung eingesetzt werden, tut es ein Button mit der Beschriftung Route planen auch. Der Button verlinkt dann in einem neuen Fenster auf die Webseite von Google Maps. Eine Vorbelegung der Zieladresse ist einfach möglich, indem an die URL beim Kartenaufruf die Adresse angehängt wird. Hier ein Beispiel:

Der Link https://www.google.de/maps/dir//Paul-Löbe-Allee,+Berlin/ führt direkt zum Routenplaner und belegt die Adresse Paul-Löbe Allee in Berlin vor.

Für lokale Geschäfte wird eine Karte oft eingesetzt, um die Anfahrt und Parkplatzsuche zu vereinfachen. Hierfür eignet sich ein spezielles Bild der Region rund um das Geschäft besser als eine generische Kartenansicht. Sogar selber malen soll möglich sein… Schließlich tun es auch Striche einfache geometrische Formen (stilisierte Karte).

Google Fonts

Google Schriften können weiter verwendet werden. Allerdings sollten die Schriftdateien allesamt heruntergeladen werden. Danach können die Dateien dann lokal auf der Webseite eingebunden werden. Fertig. Nicht einmal Datenschutztexte werden dann benötigt.

Google Analytics

Dieses Tracking Tool ist rechtlich kaum beherrschbar. Die meisten Webmaster benötigen eine derart tief gehende Analyse nach meiner Erfahrung nicht oder wissen gar nicht, was sie mit all den Daten machen sollen.

Als sehr gute Alternative hat sich Matomo etabliert. Dieses Analyse-Tool ist kostenfrei und kann lokal installiert werden. Für WordPress gibt es ein eigenes Plugin. Richtig konfiguriert, benötigt Matomo nicht einmal eine Einwilligung.

Für WordPress gibt es weiterhin WP Statistics, ein sehr einfach bedienbares, aber leistungsfähiges Tool. Aus Datenschutzsicht ohne wesentliche Risiken nutzbar.

Google reCAPTCHA

Für WordPress gibt es das Plugin Contact Form 7 Image Captcha, das ich auch selbst benutze und sehr zufrieden damit bin.

Wer kein WordPress nutzt, sollte sich die verfügbaren PHP-Lösungen anschauen. PHP wird eigentlich von jedem Server, den man heutzutage mieten kann, unterstützt. Beispielsweise Securimage, welches als alleinstehendes Tool, aber auch als WordPress Plugin angeboten wird.

Aktuell arbeite ich an einer eigenen Lösung, die leicht zu nutzen und zu integrieren ist. Bei Interesse empfehle ich, sich zu meinem Newsletter anzumelden. Sobald die Lösung verfügbar ist, erhalten Sie eine Information.

Google Tag Manager

Bevor der Tag Manager geladen werden darf, muss der Nutzer um Erlaubnis gebeten werden. Daher rate ich dazu, die damit zu ladenden Tools lieber direkt zu laden. Am besten sorgt man dafür, nur Tools einzusetzen, die keiner Einwilligung bedürfen.

Oft macht es Sinn, bestimmte Dienste einfach nicht mehr zu verwenden. Nicht selten sind diese Dienste einfach noch von früher da oder der Nutzen war nie wirklich erkennbar.

Fazit

Für fast jedes Google Tool gibt es eine gute oder sehr gute Alternative. Sollte es keine gute Alternative geben, ändert dass nichts an der Rechtslage. Hier empfehle ich, den tatsächlichen Nutzen den rechtlichen Risiken entgegenzustellen.

Wenn Sie nicht weiterwissen oder andere Tools als die genannten einsetzen, schreiben Sie mir doch. Ich ergänze die Übersicht gerne.

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Wer schreibt hier?
Mein Name ist Klaus Meffert. Ich bin promovierter Informatiker und beschäftige mich seit über 30 Jahren professionell und praxisbezogen mit Informationstechnologie. Im Jahr 2017 bin ich zum Datenschutz gekommen. Mir sind juristische Gegebenheiten nicht fremd. Ich versuche, meine Ergebnisse durch Betrachtung von Technik und Recht zu gewinnen. Das scheint mir jedenfalls absolut notwendig, wenn es um digitalen Datenschutz geht. Ich würde mich freuen, wenn Sie meinen Newsletter abonnieren.
Bitte nutzen Sie als Quelle für diesen Artikel oder die Verwendung von Ergebnissen aus diesem Artikel folgende Angabe (leichte Variationen sind erlaubt):
Quelle: Klaus Meffert, Dr. DSGVO Blog, Link: https://dr-dsgvo.de/google-tools-alternativen-fuer-website
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