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Leben ohne WhatsApp: Eine Anleitung zum Glücklichsein

Deutsche Version (Original)
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Der Wunsch, ohne WhatsApp zu leben, ist keine Entscheidung gegen die simplen Funktionen von WhatsApp, die auch andere Messenger leisten, sondern eine Entscheidung gegen Meta. Weil Meta eine perfide Datenkrake ist, sind bekannte und frei verfügbare Messenger wie Signal oder Threema in jeder Hinsicht besser.

Einleitung

Meta tritt unsere Reche mit Füßen. Meta hält sich nicht an Gesetze. Meta beutet unser Verhalten zum Vorteil von Meta und anderen und zu unseren Nachteilen aus. Soviel zur Grundmotivation für die Abkehr von WhatsApp.

Meta ist und bleibt ein Unternehmen, dass möglichst viel Geld mit möglichst vielen Daten von Ihnen verdienen möchte. Dazu möchte Meta anderen helfen, Sie möglichst gut kennenzulernen und zu beeinflussen.

Für Meta sind rechtliche Vorschriften da, um sie so lange zu ignorieren, bis eine schwerwiegende Konsequenz droht.

Beispielsweise in Form eines Verbots oder eines Bußgelds.

Sie sollen bestimmte Produkte kaufen, die Sie eigentlich nicht brauchen oder sich vielleicht nicht leisten können. Sie sollen die Daten Ihrer Kontakte an Meta senden, obwohl Ihre Kontakte nicht zugestimmt haben.

Sie sollen die Partei wählen, die „am besten“ auf Facebook, Instagram oder sonst wo im Internet, wo Meta mitmischt, Werbung schaltet.

Sie sollen die Meinung gut finden, die auf die Zielgruppe zugeschnitten ist, der Sie laut Meta zugerechnet werden können.

Meta beutet unverschlüsselte Kommunikationsinformationen von Ihnen, Ihren Freunden und von Gruppen und deren Mitgliedern aus. Das wurde beispielsweise am 08. Mai 2025 berichtet.

Die Lösung ist einfach und von mir selbst vollzogen worden (ja, ich schäme mich dafür, überhaupt auf WhatsApp gewesen zu sein):

  • WhatsApp-Konto löschen, WhatsApp deinstallieren: Dieser Beitrag
  • Facebook-Mitgliedschaft beenden: Schon vor längerem vollzogen
  • Instagram nicht nutzen: Wozu? Mehr Zeit für bessere Aktivitäten
  • Andere bewegen, das gleiche zu tun: gilt vor allem für WhatsApp, denn darüber kommunizieren viele direkt

Statt WhatsApp empfehle ich Signal oder Threema. Eigentlich ist es egal. Denn kein anderer Messenger-Anbieter kann und will so viele Daten von Ihnen und anderen Nutzern wie der Meta-Konzern missbrauchen.

Darum ist Meta böse (Auszug):

Meta hat die 1. Wahl von Donald Trump beeinflusst (Cambridge Analytica Datenskandal).
Meta späht Verbindungsdaten von Nutzern aus (Bußgeld der EU folgte).
Meta möchte mit Hilfe von Donald Trump (2025) alle Urheberrechte ignorieren, um KI-Modelle von Meta zu verbessern (die Verbraucherzentrale hat Meta deswegen im Mai 2025 abgemahnt).
Meta knackt verschlüsselte Verbindungen von Konkurrenten (Snapchat), um Nutzerdaten zu klauen.
Meta bietet "Partnern" Zugang zu Facebook-Nutzerdaten an (Microsoft konnte so alle Freundeslisten ohne Nutzereinwilligung sehen).

Quelle zu Cambridge Analytica (sowie Doku auf Netflix), Quelle zum Bußgeld, Quelle zu Urheberrechtsverletzungen, Quelle zu Snapchat, Quelle zu Microsoft.

Warum soll man bei Signal kleinlich sein, wenn WhatsApp und Meta viel mehr Daten sammeln, diese auch noch mit "Partner" "teilen" und Verschlüsselungen knacken? Diese Kleinlichkeit ist für alle Nutzer von WhatsApp inkonsistent, unangebracht und strategisch verfehlt. Die Strategie muss sein, Meta möglichst viele Nutzer und somit möglichst viele Daten zu entziehen.

Zunächst gibt es Argumente, die gegen WhatsApp sprechen. Dann nenne ich naive Argumente von WhatsApp-Verfechtern. Schließlich folgt eine Empfehlung, wie der WhatsApp-Ausstieg in der Praxis funktioniert.

Argumente gegen WhatsApp

Das Problem heißt nicht WhatsApp, sondern Meta (ehemals Facebook). Meta ist eine der größten Datenkraken auf diesem Planeten und wahrscheinlich auch auf anderen Planeten, sobald diese besiedelt sein oder als Datenpunkte dienen werden.

Meta betreibt unter anderem die Plattformen Facebook, Instagram und eben auch WhatsApp. Danke dafür. Allerdings findet dies in einer an sich oft rechtswidrigen Weise statt. Meta nutzt die Daten von Nutzern wie Ihnen und mir, um ausgiebig Verhaltensprofile von uns zu erstellen.

Dürfen Sie WhatsApp zur beruflichen Kommunikation nutzen: Nein.

Siehe etwa Informationen der Datenschutzbehörde Niedersachsen oder analog Aussage aus Bayern (BayLDA).

Mit Verhaltensprofilen können Menschen besser eingeschätzt und somit auch manipuliert werden. Diese Manipulation findet oft über Werbung, aber auch über angeblich sachliche Berichterstattung statt.

Meta hilft anderen also dabei, Ihnen Produkte zu verkaufen, die Sie eigentlich gar nicht kaufen würden.

Meta beeinflusst außerdem Wahlen. Als Stichwort sei hier Cambridge Analytica genannt. Bei diesem Datenskandel aus den USA wurde die Wahl von Donald Trump maßgeblich beeinflusst, indem unentschlossene Nichtwähler als solche identifiziert und sodann mit Werbebotschaften bombardiert wurden. Meta und Google zusammen waren daran beteiligt und lieferten die Daten von Nutzern von deren Plattformen an Donald Trumps Marketing-Team. Dazu wurde laut meiner Information eine Million Dollar täglich investiert, um Sie als unentschlossenen Wähler so zu beeinflussen, dass Sie den richtigen (u. a. aus Sicht von Meta und Google) wählen. Näheres finden Sie in der Netflix Doku mit dem Titel Cambridge Analytica.

Werbetreibende auf Facebook können genau den Nutzern Werbung ausspielen, die in deren Zielgruppe passen. Eine Zielgruppe könnte sein: Weiblich, reist gerne, zwischen 30 und 40 Jahre alt, hat eine Katze, usw. Diese Zielgruppe ermittelt Facebook für den Werbetreibenden.

Wenn Sie Ihre Werbung auf Facebook tarnen und als Bericht ausgestalten, dann können Sie so zielgerichtet die Meinung von Nutzern und somit deren Verhalten beeinflussen.

Jeder ist beeinflussbar. Wer etwas anderes glaubt, den möchte ich als dumm und armselig bezeichnen.

Wenn Sie anderer Meinung sind, lesen Sie bitte anderswo im Internet weiter. Ich brauche solche Leser nicht. Sie bekommen dann auch das Geld zurückerstattet, welches Sie für diesen Beitrag bezahlt haben.

Sogar die Bundesregierung Deutschlands nutzte Facebook für Werbekampagnen. Wer lieber hört, statt liest, findet einige Informationen dazu in meinem Datenschutz-Deluxe Podcast.

Dass Meta sich nicht um Gesetze schert, sei hier nur durch wenige Beispiele illustriert. Wer mehr wissen möchte, findet leicht weitere Beispiele.

Facebook hatte (und hat?) die Daten von Kontakten im Telefonbuch eines WhatsApp Nutzers einfach so untereinander ausgetauscht, und dann auch noch selber benutzt. Dafür gab es wenigstens ein mageres Bußgeld von 225 Millionen Euro. Die Einnahmen von Meta dürften größer sein.

Die Norwegische Datenschutzaufsicht hatte Meta bis auf Weiteres untersagt, auf den Plattformen Facebook und Instagram verhaltensbasierte Werbung auszuspielen und Meta mit einer Strafe von einer Million NOK (ca. 84.500 Euro) pro Tag gedroht, sollte Meta sich (wie sonst auch) nicht daran halten. Anscheinend soll Meta's Hauptquartier in Irland mit einem permanenten Verbot belegt werden, glaubt man dieser Aussage: "On Friday 27th October [2023], the EDPB adopted a decision as per Article 66(2), *instructing* the Irish DPC to impose a permanent ban on Meta's HQ in Ireland." Das Verbot wurde dann auch ausgesprochen, wie zu lesen ist.

Meta ist ein assiziales Unternehmen, dem die Rechte anderer Menschen teilweise völlig egal sind. Meta's oberste Priorität ist es, möglichst viel Geld zu verdienen.

Meine Meinung, belegt durch bisherige und aktuelle Vorgänge (siehe Beitrag).

Dass die Social Media Plattform Facebook von Meta ebenfalls rechtswidrig ist, wurde mehrfach festgestellt. Auch im Datenschutz Deluxe Podcast haben wir darüber gesprochen.

Es macht keinen Spaß, sich mit der Nennung weiterer asozialer, rechtswidriger, menschenverachtender Verhaltensweisen von Meta zu beschäftigen, Die Zeit ist zu schade dafür.

Ausgesuchte Argumente von WhatsApp-Jüngern

Viele, die WhatsApp nutzen, wissen, dass sie auf dem falschen Pfad der Tugend unterwegs sind. Sie nutzen WhatsApp nur oder nur noch, weil sie meinen, sie müssten dies aus gesellschaftlichen, sozialen Gründen tun. Diesen Menschen kann geholfen werden: siehe Empfehlungen weiter unten.

Für alle anderen wenigen, die WhatsApp für eine tolle Plattform halten und kein Problem darin sehen, fasse ich nachfolgend deren Aussagen nach meiner persönlichen Wahrnehmung zusammen.

Auch bei anderen Messengern muss ich meine Daten angeben

Richtig. Wie sonst ist bekannt, wer mit wem kommunizieren will? Die Telefonnummer als Verifikationsmechanismus erscheint durchaus sinnvoll. Eine völlige Anonymität läuft auf etwas hinaus, was auf Telegram zu beobachten ist.

Der Unterschied von Meta und WhatsApp zu seriösen Dienstleistern in einer Tabelle:

Meta/WhatsAppSeriös
Daten an Dritte weiterverkaufenNein
Nutzerverhalten über Gebühr auswertenNein
Sich dauernd nicht an Gesetze haltenNein
Intransparente DatenverarbeitungNein
Abmischung Nutzerdaten über Plattformen hinwegNein
Kurze Übersicht, unvollständig

Am 01.11.2023 wurde vom Europäischen Datenschutzausschuss bekannt gegeben, dass personalisierte Werbung auf Facebook (=Meta = WhatsApp) nicht nur in Norwegen, sondern in der gesamten EU bis auf Weiteres verboten werden soll. Der Grund ist die Respektlosigkeit von Meta gegenüber den Daten der Nutzer von Metas Plattformen

Ich habe nichts zu verbergen

Diese Aussage zeugt von ziemlicher Ahnungslosigkeit über die Möglichkeiten, die Nutzerprofile bieten. Zunächst ist allerdings festzuhalten, dass ich jeden bedaure, der nichts zu verbergen hat. So ein extrem langweiliges Leben möchte ich nicht führen.

WhatsApp liefert Daten in Echtzeit, auch an Geheimdienste. Sogar das FBI bezeichnet WhatsApp als Plaudertasche.

Sollte ein WhatsApp Nutzer mal in die USA einreisen wollen, dann viel Glück. Meist ist das Glück einem ja hold. Aber wehe, man hatte rein zufällig mal Kontakt mit einer Person, die das FBI oder eine andere Bundesbehörde als Verdachtsperson o. ä. eingestuft hat. Dann hoffe ich sogar, dass der WhatsApp Nutzer bei der Einreise in die USA Probleme bekommt, damit er oder sie lernt, dass WhatsApp ein großes Risiko ist.

Es reicht übrigens schon aus, einen Kontakt im Adressbuch auf dem eigenen Smartphone zu haben. Denn WhatsApp synchronisiert alle Kontakte untereinander. Siehe weiter oben die Untersuchung der irischen Datenschutzaufsicht, die unter anderem deswegen das Bußgeld von 225 Millionen Euro gegen WhatsApp verhängte. Man muss also nicht mal mit einem aus Sicht der US-Behörden Verdächtigen kommuniziert haben. Das Speichern der Telefonnummer reicht völlig. Vielleicht passiert sowas auf einer Messe, wo man schnell eine Visitenkarte abtippt …

Auf Messenger X (ungleich WhatsApp) sind so wenige, die ich kenne

Erstens stimmt das nicht. Signal beispielsweise nutzen bereits viele.

Zweitens liegt es daran, dass anderen Messenger sich an rechtliche Regeln halten und nicht willkürlich Kontakte auf Smartphone-Adresslisten miteinander abgleichen.

Drittens kann der Zustand schnell geändert werden. Einfach die Kontaktperson der Wahl von Messenger X aus einladen. Bei Signal geht das mit einem Klick (und dann Auswahl des Kontakts oder der Kontakte).

Viertens reichen für die Kommunikation zweier Personen genau zwei Personen aus. Alle anderen interessieren hier nicht. Ist natürlich nur relevant, wenn nicht gerade in einer WhatsApp-Gruppe, die meist irrelevante Kommunikation enthält.

Fünftens: Fragen Sie denjenigen mal, ob er oder sie wählen geht. Auch bei der Wahl hat jeder genau eine Stimme. Irgendwie glaubt man dann doch, dass es einen Unterschied macht. Ich empfehle jedenfalls jedem, wählen zu gehen. Das kleinere Übel ist besser als das Übel schlechthin. Bequemlichkeit ist keine Ausrede, und zwar für gar nichts.

Andere Messenger sind genauso schlecht

Hier geht es um den Datenschutz. Nur ganz kurz: Über Gerätekennungen und auch über die Netzwerkadresse (IP-Adresse) können Nutzer hervorragend identifiziert werden. Die gleiche Gerätekennung auf WhatsApp und im Internet auf Facebook, Instagram, der Google Suche, Google Maps oder einem Google Endgerät führen zum gleichen Nutzer. Die IP-Adresse ist ein personenbezogener Datenwert. Das ist rechtssicher feststellbar und ausgeurteilt (EuGH, BGH, Urteile "Breyer"). Das gilt selbst für dynamische IP-Adressen.

Es kann gar nicht sein, dass andere Messenger persönliche Daten genauso schlecht behandeln wie WhatsApp. Außer, der Messenger käme von Google oder Apple (oder einem chinesischen Konzern, den ich nicht näher kenne). Denn alle anderen Betreiber von Messengern haben gar nicht so viele Daten von Nutzern im Zugriff.

Außerdem respektieren die meisten anderen Messenger-Anbieter die Rechte und Privatsphäre von deren Nutzern.

Manche erfinden sogar Datenschutzverstöße von anderen Messengern wie Signal. Einer meinte, Signal würde mit Google Daten austauschen. Das hätte er so herausgefunden, weil in seinen Google Kontakten angegeben ist, ob einzelne Nutzer Signal verwenden. Auf mehrere meiner Rückfragen gab es keine belastbaren Aussagen. Fest steht: Google Kontakte werden von Google verwaltet, Google Smartphones, Google Docs, usw. ebenso. Außerdem ist Signal quelloffen. Falls Signal dies dennoch tun würde, wäre es immer noch nicht so schlimm, wie das, was Meta tut. Siehe ersten Absatz weiter oben in diesem Abschnitt.

Meta verdient Geld mit persoanlisierter Werbung. Messenger wie Signal oder Threema tun dies nicht.

Fast jeder Messenger ist besser als jeder Messenger von Meta, also besser als WhatsApp. Nutzen Sie Signal oder Threema statt WhatsApp.

Ich möchte keine weitere App installieren

Das dümmste Argument überhaupt. Die Installation geht ruckzuck. Wem es nicht wenige Minuten seiner Zeit wert ist, eine anderen App zu installieren, um mit Ihnen weiter in Kontakt zu bleiben, ist kein Freund.

Unabhängig davon, können Sie auch per SMS oder Telefon (Anruf!) kommunizieren. Ganz Mutige treffen sich sogar persönlich oder tauschen sich gelegentlich per Mail aus. Mails schreibt man aber nicht wegen jeder Belanglosigkeit.

WhatsApp Existenz beenden: So geht's

Beenden Sie Ihre WhatsApp-Existenz (erst wollte ich schreiben „Beenden Sie Ihr Leben auf WhatsApp“. Das hätten manche aber als Suizid-Aufruf verstanden).

Eine praktische Anleitung, die bei mir funktioniert hat, zeigt den Weg. Dass man darüber sprechen muss, verrät schon, dass WhatsApp tief in unser Leben eingreift. Die Kontaktpunkte werden im Lauf der Zeit immer mehr. Irgendwann denkt man fälschlicherweise, dass ein Ausstieg von WhatsApp gleichbedeutend mit einem sozialen Abstieg wäre. Das ist Unsinn.

Ohne WhatsApp wird nicht nur Ihr Leben besser, sondern auch die Welt.

Siehe Beitrag: Argumente gegen WhatsApp und Meta.

Kontakte sichten

Um WhatsApp zu beenden, sollten die dort vorhandenen Kontakte und Gruppen gesichtet werden. Das geht so:

Löschen Sie aus Ihrem Chat-Verlauf alle Chats mit Personen, die Ihnen nicht wirklich wichtig sind oder mit denen es seit langem keinen Kontakt gab oder ähnliches.

Löschen Sie derart ebenfalls alle Gruppen-Chats, in denen es lange nichts Neues gab oder die irrelevant sind.

Signal installieren

Übrig bleiben meist nur wenige Einträge. Um genau die geht es. Bevor Sie weitermachen, installieren Sie sich Signal oder Threema. Ich empfehle Signal. Signal bietet alle benötigten Funktionen und sogar noch mehr. Auch das Einladen von anderen, auch Signal zu nutzen, ist einfach.

Zurück zu den WhatsApp-Kontakten, die man zukünftig ja nicht mehr auf WhatsApp haben kann.

Kontakte anschreiben

Schreiben Sie alle Kontakte an, die Ihnen wichtig sind. Eine solche Nachricht könnte sein:

Ich deinstalliere WhatsApp, weil Meta mit persönlichen Daten respektlos umgeht und Meta anderen hilft, Nutzer durch rechtswidrig gesammelte Daten in deren Verhalten zu beeinflussen. Wir können gerne auf anderem Weg weiter kommunizieren, etwa per SMS, Telefon, persönlich oder über Signal.

Am besten keine weiteren Diskussionen führen, warum man von WhatsApp weggeht. Es ist Ihre Entscheidung. Wer das nicht respektiert, kann kein guter Freund sein.

WhatsApp-Gruppen

Nun zum schwierigeren Teil. Die meisten Gruppen sind irrelevant. Lustige Bilder und dumme Sprüche braucht keiner. Die bekommen Sie auch anderswo her.

Einige sehr wenige Gruppen haben eine Relevanz. Es gibt beispielsweise eine Gruppe in meinem Ort, wo ab und zu Neuigkeiten ausgetauscht werden. Nach kritischem Rückblick stellten sich diese Neuigkeiten zwar als interessant, aber im Endeffekt unerheblich heraus.

Beispielsweise wurden Dorffeste angekündigt. Die Ankündigung gab es aber auch per Flyer-Einwurf in den Briefkasten, weil zum Glück nicht jeder WhatsApp hat. Ältere Menschen mögen das Papier zudem lieber.

Unabhängig davon, finden viele Veranstaltungen an einem berechenbaren Datum statt, etwa am zweiten Samstag im August. Die Veranstalter informieren zudem über Plakate, die man zwangsläufig sieht, wenn man das Haus verlässt.

Dann gibt es noch Gruppen mit engen Freunden. Freunde haben die Angewohnheit, Verständnis für bestimmte Dinge aufzubringen. Bei mir war das so. Erstaunlicherweise hatte der Freund von mir, mit dem ich am besten unternommen hatte, bevor er Vater wurde, sich anders verhalten.

Er habe nichts zu verbergen (siehe Argumente weiter oben). Außerdem sei kaum jemand auf Signal, den er kennt (siehe Argument weiter oben). Als er mich dann in eine neue unbedeutende WhatsApp-Gruppe aufnahm, nachdem ich ihn über meinen Ausstieg auf WhatsApp informierte, zog ich den Ausstieg vor auf den Zeitpunkt „Jetzt“.

In wichtigen Gruppen sind meist die Kontakte, die man sowieso schon persönlich informiert hat, dass WhatsApp zukünftig nicht mehr ist.

In der Gruppe meines Ortes habe ich in etwa folgendes mitgeteilt:

Vielen Dank an alle, die diese Gruppe ins Leben gerufen und mit Leben gefüllt haben. Ich werde WhatsApp verlassen. Gerne zukünftig auf Signal. Alle Vorabentschuldigungen der Party-People werden einige somit nicht mehr erhalten. Viel Spaß weiterhin!

Direkt danach bin ich aus der Gruppe ausgetreten. Diese Gruppe war die wichtigste aller WhatsApp-Gruppen, in denen ich Mitglied war. Danach ist genau eines passiert: Nichts besonderes. Das Leben war nicht nur genauso wie vorher, sondern besser.

Signal Einladungen verschicken

Dies ist nur für wirklich relevante Kontakte notwendig, also bei den meisten Menschen für weniger als 20.

Um zu sehen, wer nicht auf Signal ist oder um den Kontakt dort zu begrüßen, schreibt man eine neue Nachricht. Dann wird man gefragt, an welchen Kontakt die Nachricht geschickt werden soll. Führt eine Suche zu keinem Ergebnis, bietet Signal die Option "Zu Signal einladen" an. Den Rest bekommt jeder hin. Entweder an WhatsApp-Kontakte senden (als letzte Aktion auf WhatsApp). Oder per SMS oder per E-Mail. Wer sich persönlich sieht, kann miteinander reden.

WhatsApp-Konto löschen

Bevor WhatsApp deinstalliert wird, zunächst das Konto löschen. Das geht über das WhatsApp-Menü Einstellungen → Konto → Konto löschen.

WhatsApp deinstallieren

Nun ist es Zeit, die WhatsApp App zu deinstallieren. Nicht die PC-Version vergessen!

Übrigens hat Signal ebenso eine Desktop PC-Version, mit der komfortabler gearbeitet werden kann als auf dem winzigen Smartphone.

Sollten Sie vergessen haben, Ihr WhatsApp-Konto zu löschen, sollten Sie die WhatsApp-App kurz neu installieren, dann das Konto löschen und dann die App wieder deinstallieren. Alternativ könnten Sie eine Mail an support@whatsapp.com mit etwa folgendem Inhalt schreiben:

Betreff: Smartphone verloren/gestohlen
Bitte löscht meinen WhatsApp Account
mobile nummer: +49161 11111111
danke!

Als Grund empfehle ich die Angabe von „Sonstiges“ und im Textfeld dazu „Datenschutz“.

Fazit

Mein Leben ohne WhatsApp ist besser als vorher. Ich vermisse nichts. Vielmehr lernt man seine Kontakte besser kennen. Wer reagiert wie? Welche unwichtigen Nachrichten werde ich zukünftig nicht mehr erhalten und so mehr Zeit für andere Dinge haben?

Nachdem Sie auf Signal gewechselt sind, können Sie dort neue Gruppen anlegen oder Kontakte anschreiben. Es funktioniert genau so oder auch besser als mit WhatsApp.

Die Entscheidung gegen WhatsApp ist eine Entscheidung gegen Meta und somit eine Entscheidung gegen Unternehmen, die meinen, sie könnten Gesetze so weit dehnen und brechen, bis jemand es verbietet. Mit Menschen, die im normalen Leben nach dieser Maxime leben, möchte ich persönlich jedenfalls rein gar nichts zu tun haben.

Wann löschen Sie Ihr WhatsApp-Konto? Haben Sie Ihre Kontakte bereits angeschrieben und informiert? Wie viele Kontakte und Gruppen sind nach erster Sichtung übrig und es wert, diesen Aufmerksamkeit zu schenken?

Kernaussagen dieses Beitrags

WhatsApp gehört zu Meta, einem Unternehmen, das Daten von Nutzern sammelt und nutzt, um sie zu manipulieren und gezielt Werbung zu schalten.

WhatsApp liefert Daten an Geheimdienste und kann deshalb ein Risiko für den Datenschutz sein.

Statt WhatsApp sollten Messenger wie Signal oder Threema verwendet werden, da diese deine Daten besser schützen und keine Werbung mit deinen persönlichen Informationen schalten.

Über diese Kernaussagen

Wer schreibt hier?
Mein Name ist Klaus Meffert. Ich bin promovierter Informatiker und beschäftige mich seit über 30 Jahren professionell und praxisbezogen mit Informationstechnologie. In IT & Datenschutz bin ich auch als Sachverständiger tätig. Ich stehe für pragmatische Lösungen mit Mehrwert. Meine Firma, die IT Logic GmbH, berät Kunden und bietet Webseiten-Checks sowie optimierte & sichere KI-Lösungen an.
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Kommentare von Lesern

Die Kommentare drücken die Meinungen der jeweiligen Kommentargeber aus
  1. Christian

    Signal oder Threema sind nicht besser. Bei beiden ist es ebenfalls notwendig, dass ich meine Daten preisgeben muss, um mit anderen in Kontakt zu treten. So kommen Dritte ebenfalls an meine Daten und wenn es nur die Handynummer ist.

    Ich bevorzuge eher SimpleX ein Open Source Messenger, der ganz ohne Datenerhebung auskommt. Ich brauche keine Handynummer angeben, der Messenger braucht keinen Zugriff auf meine Kontaktdaten, den Traffic kann ich durch das Tor Netzwerk schicken.

    Und der Messenger kann auch das, was die anderen können. Datenübertragung, Videochat etc.

    https://simplex.chat/de/

    • Dr. DSGVO

      Anscheinend hatte ich mich nicht deutlich genug ausgedrückt. Daher habe ich den Beitrag etwas ergänzt.
      Bei WhatsApp und Meta werden Ihre Daten nicht nur verwendet, um die Kommunikation mit anderen Nutzern zu ermöglichen (was notwendig ist).
      Vielmehr nutzt Meta Ihre Daten, um sie mit Ihren anderen Daten aus dem Internet (Besuch von Webseiten, Facebook, Instagram, Nutzung anderer Apps…) abzumischen.
      Das Ergebnis ist ein umfangreiches Bewegungsprofil von Ihnen. So werden Sie leichter vorhersehbar, beeinflussbar und ein gutes Opfer für Werbung und politische Botschaften.
      Bitte sagen Sie nicht mehr, dass andere Messenger nicht besser sind, nur weil Sie dort Ihre Handynummer angeben müssen. Das ist ein riesiger Unterschied.
      Abgesehen davon, finde ich es gut so. Denn was auf anonymen Messengern los ist, finde ich nicht gut. Meine Handynummer steht im Internet. Hieraus ergibt sich kein Problem.

      • Christian

        Nun, das habe ich schon verstanden. Ich selbst beschäftige mich mit dem Thema schon seit einer Weile.

        In meinen Augen ist es aber nur ein kleiner Teil des ganzen Kuchens. Die größte Datenkrake tragen wir aber täglich mit uns herum. Das Smartphone. Wenn ich also Google gestütztes Android auf dem Smartphone habe, ist Meta eher klein im Vergleich zu Google, was das Sammeln von Nutzerdaten angeht

        Google hat vollen Zugriff auf alles im Gerät. Die Bewegungsprofile werden generiert, sobald man die Standortbestimmung aktiviert hat. Und sei es auch nur aus dem Grund, um sein Smartphone im Falle des "Verlustes" zu finden.

        Google weiß, auf welchen Seiten wir im Internet surfen, welche Apps wir installiert haben und welche wir davon am meisten nutzen. Es ist dem Konzern bekannt, wer sich in unserer Adressdatenbank befindet, mit wem wir am häufigsten in welcher Art und Weise kommunizieren. Google ist der Erste, der weiß, wann wir aufstehen, wo wir wann wie oft hinfahren.

        Insofern ist Meta diesbezüglich nur ein kleiner Fisch. Im Übrigen ist es bei Apple nicht anders.

        Wenn man also dies unterbinden will, dann sollte man auf Geräte zurückgreifen, wo die Software jede Minute irgendwas "nach Hause telefoniert".

        Es gibt Smartphones mit einem Google freien Android, oder mit Linux in Form von Ubuntu Touch, welches für Mobile Geräte entwickelt wurde.

        Wenn man das Wissen hat, kann man auch jedes andere Linux auf seinem Smartphone zum Laufen bringen. Schließlich nutzen Android und Linux den gleichen Kernel.

        • Dr. DSGVO

          Mit Google und deren Smartphones haben Sie natürlich recht.
          Daher nutze ich auch ein Fairphone:
          https://dr-dsgvo.de/fairphone-ein-smartphone-ohne-apple-und-google-testbericht/

          Ob Meta gegenüber Google ein kleiner Fisch ist, weiß ich nicht. Denn auch viele Millionen (Milliarden?) Nutzer ohne Google Endgerät landen auf Instagram, Facebook, WhatsApp und Webseiten/Apps mit dem Facebook Pixel etc.

          Absolut betrachtet ist Meta jedenfalls ein übergroßer Walfisch, für den der Bodensee schon zu klein wäre.

    • Paul

      Das Tor Netzwerk ist letztendlich auch bloß eine Abhängigkeit, wie die Handynummer und der Zugriff auf Kontakte bei Signal. Ob die Signal Foundation vertrauenswürdiger ist im Vergleich zum Tor Netzwerk, ist zumindest diskutabel. Die Signal Software ist übrigens ebenfalls Open Source, von Datenerhebung kann man in diesem Zusammenhang auch nicht wirklich sprechen.

      • Dr. DSGVO

        Richtig. Wobei wir hier schon sehr kleinlich diskutieren. Schauen wir uns doch erst mal an, was Meta alles tut. Das ist viel schlimmer als alles andere, was Sie zurecht schreiben.

        • Paul

          Im Zusammenhang mit der Kritik an Meta ist allerdings auch die Alternative relevant und eine (wenn nicht die) Alternative ist nun mal Signal. In Anbetracht der Verbreitung, dem Funktionsumfang und dem beachtlichen Fokus auf Privacy halte es nicht für förderlich den Messenger unnötig in ein schlechtes Licht zu rücken bzw. bei Alternativen unnötige Grabenkämpfe anzustoßen, daher die Stellungnahme zu Christians Kommentar

    • John

      Für Threema stimmt das so nicht.
      Zur Anmeldung und Nutzung ist keine Angabe einer Mobilfunknummer oder E-Mail nötig.
      Kontakte können ohne Zugriff auf das Telefonbuch manuell anhand der anonymen Threema-ID hergestellt werden. Beides selbst getestet.
      Der Kauf der Threema Lizenz ist u.a. in bar (!) möglich (siehe AGB und Threema-Shop). Und das Programm kann ohne die gängigen App-Stores offiziell bezogen werden.

      https://shop.threema.ch/de/terms
      "Für den Kauf stehen folgende Zahlungsarten zur Verfügung:
      Vorkasse mittels Banküberweisung
      Barzahlung
      MasterCard
      Visa
      PayPal
      Bitcoin

      Bei Barzahlung sind nur Geldscheine zugelassen, weshalb der Rechnungsbetrag jeweils auf die nächste Zehnerstelle aufgerundet wird."

      https://threema.ch/de/security

      "Die Nutzung von Threema ist an keine Telefonnummer oder E-Mail-Adresse geknüpft. Jeder Benutzer generiert beim Einrichten der App eine zufällige Threema-ID. Dadurch kann Threema anonym genutzt werden. Bei Threema wird kein zentrales Benutzerkonto erstellt."

      "Die Synchronisation des Adressbuchs zum Auffinden von Kontakten ist optional. Wer sein Adressbuch nicht synchronisieren möchte, kann neue Nutzer ganz einfach durch Eingabe der Threema-ID oder durch Scannen des QR-Codes zur Kontaktliste hinzufügen."

      Ein Vergleich:
      https://threema.ch/de/messenger-vergleich
      https://threema.ch/de/warum-threema

      Anmerkung: ich stehe in keiner geschäftlichen oder sonstigen Beziehung zum Unternehmen Threema

      • Dr. DSGVO

        Vielen Dank für Ihre Rückmeldung.
        Ich habe Threema selbst genutzt und würde es weiter nutzen (aktuell nur kein Bedarf). Was mich an Threema stört ist die etwas komplizierte Art und Weise, Kontakte hinzuzufügen.
        Anonymität sorgt eben für mehr Komplexität.
        Allerdings ist Threema um den Faktor 1000 besser als WhatsApp, egal, was man zu Threema sagen kann.

        • John

          Aktuell scheint Threema bei der X(Twitter)-Alternative BlueSky als Ersatz für die fehlende DM-Funktionalität beliebt zu sein. Gerade auch da keine Angabe von Telefonnummer oder E-Mail notwendig.
          Für größeren Sicherheitsbedarf kann mit "Thema Libre" ein zweiter Account parallel auf dem Smartphone betrieben werden. Und dazu völlig losgelöst von jeglicher Google Abhängigkeit. Funktioniert sehr gut, nutze das selbst.
          https://threema.ch/de/blog/posts/threema-libre-de
          Und so kompliziert finde ich Threema eigentlich nicht. Die ID fungiert als (anonyme) Nummer und kann einfach getauscht werden. Selbst per QR-Code einscannbar. Habe mittlerweile die ganze Family damit ausgestattet und wir nutzen es fast ausschließlich.
          Kontakte im beruflichen Umfeld sind immerhin alle bei Signal da leider nicht jeder bereit ist einmalig 5-6€ für Threema auszugeben.
          Dank Threema und Signal konnte ich die Nutzung von WhatsApp auf ein Minimum reduzieren. Der weit größere Teil der Kommunikation läuft auf den anderen beiden Messengern.

  2. Winston

    Grundsätzlich teile ich Ihre Ausführungen zu WhatsAppp und verweigere mich weitgehend diesem Dienst. Doch kenne ich viele, die das nicht können, weil dieser Kanal für wichtige Kommunikation genutzt wird: z.B. Eltern-Gruppen in Schulen, interne Firmenkommunikation etc. Als Einzelner kämpft man hier gegen Windmühlen, wenn man versucht, andere Wege der Kommunikation einzufordern.

    • Dr. DSGVO

      Man kann es versuchen, andere zu überzeugen. Wenn man es versucht hat und es nicht funktionierte, finde ich das schon mal einen akzeptablen Ansatz. Insbesondere bei Kommunikation in der Schule, sofern sie wichtig ist.

      Firmenkommunikation sollte nie über WhatsApp laufen. Welche Firmen sind das?

      Eltern-Gruppen in der Schule: Blöde Situation, ggf. erspart man sich den Ärger, indem man aus der (realen und somit auch WhatsApp) Gruppe austritt, falls nicht wirklich nachteilig für das Kind. Meine WhatsApp-Gruppe im Dorf war zwar auch "wichtig", aber nach genauem Hinsehen dann doch nicht.

    • Anonym

      Elterngruppen in Schulen: Blödes Problem, bei dem man ziemlich "erwachsen" handeln sollte, also Mut zum Aussprechen einer unbequemen Position und Inkaufnahme kleiner Unanehmlichkeiten.

      Klar ist, dass Schulen und Kitas selbst keine Whatsapp-Gruppen forcieren dürfen und auch häufig nicht mehr wollen. Leider kommt es vor, dass informeller druck durch die Einrichtung aufgebaut wird, sich den Gruppen der Elternvertretung anzuschließen, weil dort nahezu exklusiv diverse Infos zirkulieren. meine Erfahrung, wenn man sich ganz konkret Beschwert, bzw. darauf klar hinweist, wird as durch die Leitung schon auch abgestellt.

      Auch klar ist, dass die meisten Eltern diese gesamte Thematik nicht im Ansatz nachvollziehen. Hier wieder: erwachsen bleiben, es geht faktisch um Minderheitenschutz!

  3. Anonym

    Mmh,
    ist doch toll, ich nutze keinen Dienst, weder X noch insta, noch facebook, noch whats app und habe auch noch nie einen genutzt und ich lebe noch……
    Alles unnütze "Zeiträuber" um killefick von a nach b zu senden.
    Lieben Gruß an alle

  4. Simina

    Danke für den kritischen Beitrag! Schon seit 2 Jahren nicht mehr auf WhatsApp. Gleich nochmals an Signal gespendet.

  5. Anonym

    Meine Argumentation gegen den sehr oft gehörten "Ich habe nichts zu verbergen" Satz:

    "Ist das so? Dann geben Sie mir doch mal bitte eben die Geheimnummer Ihrer EC und Ihrer Kreditkarte!"

    Auch wenn ich die Hoffnung längst aufgegeben habe*, dass da jemand wirklich wechselt – alleine die dämlichen Gesichter zu sehen, lohnt sich. ^^

    Und wie sich die Lemminge verbal winden, spätestens wenn man weiter nachhakt: "Ja Sie haben doch gerade gesagt, dass Sie GAR NICHTS zu verbergen haben?"

    Das traurige ist: selbst diejenigen die es einsehen, dass sie eben doch "etwas" zu verbergen haben zucken mit den Schultern, murmeln sinngemäß ein: "Ist halt so, die wissen doch eh schon alles" und ändern nichts.

    *Faulheit und FOMO – die Kombination von der die Datenkraken leider sehr gut leben können!

    • Dr. DSGVO

      Vielen Dank für die Rückmeldung und Empfehlungen!

      Dass Signal keine weiteren Server zulässt, ist wahrscheinlich dem Anspruch geschuldet, alle User unter einem Dach zu vereinen und komfortabel miteinander chatten zu lassen.

      Mastodon ist das Gegenteil dieses zentralen Ansatzes, weil föderiert, und zeigt aufgrund dessen erhebliche Komfortprobleme, die für normale Menschen, die keine Nerds sind, nicht nachvollziehbar sind.

  6. Tobias

    Hallo an alle in diesem Kommentarbereich,

    der Beitrag war sehr aufschlussreich. Vielen Dank dafür. Wenn ich in WhatsApp eine Konversation starte, steht dort "Nachrichten und Anrufe sind Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Niemand außerhalb dieses Chats kann sie lesen oder anhören, nicht einmal WhatsApp."

    Muss das also heißen, niemand außer WhatsApp, den (richtigen) Geheimdiensten, Konzernen, die genug Geld zahlen und Chuck Norris kann mitlesen, oder bezieht sich die Kritik zur Datensammelwut vor allem auf den Zugriff durch WhatsApp auf die Kontakte im Adressbuch und die Verknüpfung des eigenen Accounts mit sonstigen Datenspuren beim Surfen im Internet?

    Entschuldigung, falls ich hier etwas hinter dem Mond lebe.

    • Dr. DSGVO

      Gerne hier meine Rückmeldung zu Ihrer Frage:
      Es ist nicht schwierig für amerikanische Behörden, an WhatsApp-Nachrichten zu gelangen. Die Verschlüsselung kann "zur Not" (aus Sicht der Behörden) deaktiviert werden.

      Was aber bereits problematisch ist, sind die Verkehrsdaten, die Meta einfach so auswertet und speichert. Dazu gehören die Informationen "Wer hat wann wem geschrieben oder wie lange mit wem telefoniert, oder wer hat Kontakt zu wem?"
      Falls Sie mal zufällig Kontakt zu einem Mörder oder als möglichen Terroristen angesehenen Menschen haben, dann wird Ihr Leben möglicherweise nicht mehr so gemütlich sein.
      Andere Messenger speichern diese Daten schlichtweg nicht.
      Wenn Sie in WhatsApp einen Link anklicken, der auf eine Meta Webseite oder auf eine Webseite mit Meta Plugin (Facebook Pixel etc.) führt, können Sie sowieso nachverfolgt werden.

      Der Satz "Ich habe nichts zu verbergen" ist nicht zutreffend.

  7. Markus

    Ja leben ohne WhatsApp ist möglich. Ich mache es auch. Vermutlich da ich seit an beginn des Internet in der IT bin und daher etwas sensibel er als andere. Nutze vpn ect.
    Aber einfach ist es im Alltag leider nicht.
    Es geht los bei einer Reise in die USA. Sehr verständlich wenn jemand keinen Facebook oder WhatsApp Account sein eigen nennt.
    Auch kommunizieren mit Freunden und Bekannten die meist ausschließlich WhatsApp nutzen ist schwierig hier verabredet man sich. Als Aussenseiter bekommt man da wenn nicht jemand so nett ist mir Signal, Threema oder altmodisch SMS zu schreiben leider nichts. Ich finde es schade dass es nicht zumindest möglich ist über andere Messenger mitzulesen ohne seine Identität und seine Kontakte gleich mit dem Meta Imperium zu teilen.
    Es gehört zumindest viel Wille und Standhaftigkeit (sturheit) dazu das durch zu halten.
    Spätestens wenn gesammelte Daten und Kommunikationsprofile dann aber gegen einen verwendet werden ist man froh nicht drin gewesen zu sein. Wer weiß was die politische Zukunft bringt? Ki macht die Auswertung und Überwachung zumindest in ungeahntem ausmass möglich. Wie es in china und Russland oder dem Iran auch genutzt wird. Das internet vergisst nichts. Keiner kann wissen was mit den gespeicherten Informationen in 10-20 Jahren passiert. Eines ist sicher Meta macht sie zu geld wer zahlt bekommt.

    • Dr. DSGVO

      Vielen Dank, für den Erfahrungsbericht aus der Praxis!
      Ich kann einiges aus eigener Erfahrung bestätigen. Es gehört Rückgrat dazu, sich nicht am Mainstream zu beteiligen. Am Ende fühle ich persönlich mich dabei wesentlich besser und das Leben wird einfacher. Manchmal dauert es etwas, bis wirkliche Freunde die Kommunikation anpassen. Alle, die es nicht tun, sind nicht wirklich Freunde. Oft merkt man auch, dass zahlreiche Nachrichten wirklich irrelevant waren.
      Hoffentlich kommt bald die Möglichkeit, dass man über Signal auch Nachrichten anderer Messenger mitlesen kann. Soweit ich weiß, ist diese Interoperabilität in Arbeit. Hier auch zu lesen: https://netzpolitik.org/2024/interoperabilitaet-whatsapp-soll-bald-mit-anderen-messengern-reden-koennen/

  8. Steffi

    Hallo, die Gedanken über WhatsApp haben mir gut getan . Ich habe mich schon vor Jahren von Facebook verabschiedet, Instagram und WhatsApp benutzte ich bis Ende 2024. Die ganze Geschichte, ich bin Datenprodukt, hat mich schon lange gestört, aber den Auslöser hat Zuckerbergs Ankriechen an Trump gegeben. Solche Personen werde ich nicht unterstützen. Ich habe 3 Chatgruppen überzeugen können, mit zu Signal zu wechseln, mein Chor, sogar der örtliche Imkerverein mit über 100 Mitgliedern, das war aufwendig. Die meisten Freunde haben für mich Signal installiert oder hatten es schon parallel in Benutzung. Mein Boykott von Instagram, das ich nur deinstalliert habe, wird bemerkt. Ich bekomme ständig Angebote und es macht mir viel Spaß nicht darauf zu reagieren.
    Insgesamt spare ich jeden Tag viel Zeit. Ich vermisse die niedlichen Katzenvideos, habe aber jetzt Zeit politische Informationen zu lesen. Es ist schön, dass immer mehr Leute mitmachen und damit doch etwas bewirken können.

  9. L. Mahler

    Da bin ich ganz bei Ihnen, Herr Meffert.

    Ich habe nie so ein Ding auf meinem Smartphon gehabt und bin ohne sehr Glücklich.
    Abhängikeit ist bei mir Null, denn ich bin ein Analoger Typ und sehr selten am PC, der so einige Jhra auf dem Buckel hat.

    Danke für Ihre interessante Seite.

  10. Enrico

    Den Gedanken Facebook und auch WhatsApp zu löschen hatte ich schon ewig.
    Facebook war bei mir nur eine Informationsplattform zwecks Nachrichten. Immer wieder mal vor Langeweile das Smartphone genommen und Facebook hoch und runter gescrollt. Keine Freunde bei Facebook und habe auch keine Anfragen angenommen. Wozu? Brauche ich nicht bei Facebook.
    WhatsApp ist so eine Sachen… Benutzt echt jeder.
    Aber mal eine Nachricht zum Geburtstag, mal ein Videoanruf. Die meisten Nachrichten habe ich wirklich mit meiner Frau geschrieben. Meine Frau, die ich abend nach der Arbeit sowieso sehe und persönlich mit ihr reden kann, was ohnehin besser ist.

    Gestern Abend war es dann soweit, nachdem ich bei Facebook entscheiden sollte für die Nutzung zu zahlen oder mit der Sammlung der Daten für personalisierte Werbung einverstanden bin.
    Ich bin jetzt Facebook und WhatsApp Frei. Instagram hatte ich noch nie benutzt.

    Habe mir Apps von Nachrichtensender installiert, welche mich interessieren und kann weiterhin aktuell bleiben.
    Meine Kontakte habe ganz klassisch eine SMS geschrieben und bescheid gegeben mit dem kleinen Hinweis, dass ich mich auch über ein Anruf freuen würde. 🙂

    Ich bin erstmal zufrieden ohne den Meta Mist.

    Im Nachhinein habe ich diesen Artikel gelesen und habe da vieles gelesen, was ich ähnlich sehe bzw. meine Gedanken Meta den Rücken zu kehren noch ermutigt haben.

    Danke.

    • Dr. DSGVO

      Für Nachrichten an Ihre Frau (oder andere Freunde) können Sie auch Signal nutzen. Signal ist funktionell quasi identisch zu WhatsApp, nur dass hier keine Verbindungsdaten ausgewertet werden und mit Ihren Daten keine Werbevorhaben verfolgt werden (so wie bei WhatsApp).

      Nebenbei: Es ist ein guter Test, ob ein Freund wirklich ein Freund ist, wenn sie die betreffende Person bitten, sich Signal zu installieren. Wer die 5 Minuten für Ihre Belange nicht investieren will, der scheint Prioritäten zu haben, in denen Sie nicht vorkommen 😉

  11. Manfred

    War sehr interessant, alles mal gelesen und erfahren zu haben, denn ich wußte bisher nicht, wobei es bei WhatsApp geht. Nun bin ich sehr sicher, ein ziemlich analoger Typ zu bleiben.
    Bis auf Telefon und SMS.
    Außerdem gäbe es zur Not auch noch die gute alte Post mit dem gesetzlich geregeltem Briefgeheimnis. Die wahrscheinlich zur Zeit sicherste Datenübertragung.
    Danke

    • Dr. DSGVO

      Mit SMS jedenfalls geht sehr viel. Die meisten sind keine "Freunde", und die meisten Kurznachrichten sind ohne Gehalt. Signal kann statt WhatsApp genutzt werden. Wer "für Sie" kein Signal installieren will (paar Minuten Aufwand), dem sind Sie offenbar nicht so wichtig oder der will selbst das Handy nicht so oft benutzen (was ja in Ordnung ist und besser als jeder, der WhatsApp verwendet).
      Auch bei Emails merke ich immer mehr, dass die meisten unnötig sind und dass man wegen des SPAM-Problems demnächst von Mails als Kommunikationsmittel weggehen wird, soweit das möglich ist.

  12. Vegisto

    Danke Klaus für die Artikel über Facebook & WhatsApp. Das war die Inspiration zum Verlassen von Facebook und WhatsApp. Tolle Anleitungen.

    WhatsApp hatte ich vorher noch exportiert mit dem Tool "chat-export: Convert WhatsApp Chats to HTML" von der GitHub-Seite (https://github.com/mtln/chat-export). So kann ich jetzt das Wichtigste nochmals nachlesen, denn ich habe jetzt die Chats im HTML-Format vorliegen.

    Mal sehen, ob sich jetzt Threema oder Signal im Bekanntenkreis durchsetzt. Ich bin gespannt.

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