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Bullshit-Rückblick: Datenschutz im März 2022 und Ausblick

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Seit kurzem gibt es den Datenschutz-Podcast Datenschutz Deluxe, der Themen in knackigen 20 Minuten bespricht. Immer noch ist meine Webseite zur Unterstützung der Ukraine beflaggt. Weitere Themen runden das Informationsangebot ab.

Datenschutz Deluxe Podcast

Der neue Datenschutz-Podcast mit Frank Kremin und mir läuft gut an. Frank bringt am Anfang ein Zitat, das in Zusammenhang mit dem Hauptthema der jeweiligen Folge steht. Dann reden wir über das zuvor festgelegte Thema. Frank und ich sprechen uns vorher nicht weiter ab, sondern legen nur das Thema fest. So bleibt das Gespräch authentisch und hoffentlich informativ. Frank ist sozusagen de Anwalt des Zuhörers, der informiert werden will.

Wir haben uns auf ca. 20 bis max. 30 Minuten pro Folge festgelegt. Wenige wollen längere Folgen, aber erstens wollen wir das nicht und zweitens glauben wir, dass viele keine Zeit oder Lust haben, eine Stunde zu lauschen.

Dafür bringen wir ca. einmal pro Woche eine neue Folge raus. Mittlerweile sind die Folgen auf verschiedenen Podcast-Plattformen abrufbar.

Die Folgen aus dem März sind:

Im April gab es bisher folgende Folge:

Gerne greifen wir Fragen von Zuhörern oder Lesern dieses Blogs auf und besprechen sie in einer zukünftigen Folge. Auch für Themenvorschläge sind wir offen.

BfDI und DSK haben versagt

Schön, dass u.a. der BfDI und die DSK Max Schrems zum Vortrag nach Bonn eingeladen hatten.

Nicht schön, dass die Webseite mit dem für diesen Vortrag angebotenen Live Stream gegen mehrere verbindliche Datenschutzregeln verstoßen hat. Umso peinlicher, weil es sich hier um einen Verstoß gegen das Schrems II Urteil handelt. Noch peinlicher, weil die Verstöße im Vorfeld von mir und anderen an den BfDI gemeldet wurden und eine Korrektur zugesagt wurde. Schämen sollten sich alle Schirmherren auch deswegen, weil Herr Schrems über Cookies und Verstöße dazu vortrug, die Webseite der Schirmherren aber ein technisch nicht notwendiges Cookie ohne Einwilligung verwendete.

Meine Prognosen stimmen

Jedenfalls, bis sie widerlegt werden. Nicht umsonst heißt es: “Zwei Juristen, drei Meinungen”. Was meine technische Betrachtung unter Kenntnis der grundlegenden Rechtslage anbelangt, sind mir keine relevanten Einwände bekannt.

In mehreren Punkten traf das zu oder ein, was ich zuvor selbst behauptet oder gemeint hatte:

  • Google Fonts sind faktisch nicht nutzbar. Das stellte ich mehr als ein Jahr vor dem Urteil des LG München bereits fest. Die Fakten strahlen auf Google Maps und Google reCAPTCHA aus.
  • Vorratsdatenspeicherung: IP-Adressen haben in Server Logs nichts zu suchen, sofern es keinen Anlass gibt. Mein Beitrag im März geht auf das EuGH-Urteil für Telekommunikationsdienstleister ein, welches erst nach meiner Aussage zu Web Servern gesprochen wurde. Was selbst nach behördlicher Anordnung verboten ist, kann nicht ohne solche erlaubt sein. Wer es anders sieht, soll endlich ein konkretes Beispiel als Gegenbeweis liefern.
  • Google soll „Alles ablehnen“ Button einführen. Über die Problematik dazu hatte ich schon vor zig Monaten berichtet. Im April greife ich das Thema noch einmal auf.

Sonstiges

Mein Beitrag mit dem Titel „Datenschutz: Es geht um Liebe und um das Wort, nicht um Cookies“ beschreibt, dass selbst oder gerade Firmen, die Webinare zum Thema Datenschutz und Cookies herausbringen, selbst einfachste Datenschutzregeln nicht kennen. Konstruktiv nenne ich Lösungsmöglichkeiten für häufige Datenschutzprobleme.

Eine vordergründig akademische Frage habe ich in meinem folgenden Beitrag untersucht: “Sind Dateiabrufe auf Webseiten wie Cookies zu behandeln?“. Die Frage wurde an mich herangetragen, ansonsten wäre ich gar nicht auf die Idee gekommen, mich damit zu beschäftigen. Die Diskussion zeigte, dass fast jedes Thema interessant ist.

Nicht nur Datenschutz, sondern auch IT Security ist ein für Webseiten und Netzwerke wichtiges Feld. In meinem Beitrag beschreibe ich, wie schnell und einfach ein Sicherheitscheck durchgeführt werden kann und wie man den eigenen Web Server mit wenig Aufwand weiter absichern kann.

Google Analytics kann nach Ansicht der Franzosen gar nicht rechtskonform eingesetzt werden. Österreich fordert mindestens eine Einwilligung wegen des Drittland-Transfers, den Google selbst zugibt. Gut, dass es Alternativen gibt, die für die meisten mehr als ausreichend sind.

Meine Analyse von Jentis ergab, dass die eingesetzten Cookies zur Reichweitenmessung nicht einwilligungsfrei sind. Jentis sieht das anders, und ich kenne die Argumente, die ich aber nicht teilen kann. Wir sind im Austausch. Solange diese Cookies weiter bestehen bleiben, sehe ich wenig Möglichkeiten, rechtskonform zu sein.

Die über ein Bildungswerk kostenfrei, weil vom Staat geförderte Schulung zum Datenschutz erfreute sich reger Teilnahme. Ich durfte bereits zum zweiten Mal die Schulung halten. Im Herbst folgt die dritte Runde. Der Link ist der gleiche wie eben (ab 30.08.). Registrierung auch über das Bildungswerk direkt.

Bullshit Basics
Dies war ein Beitrag aus der Kategorie Bullshit Basics.
In dieser Kategorie werden weit verbreitete Unwahrheiten oder Falschwissen thematisiert und durch Fakten aufbereitet.

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