Eine interaktive Karte auf Basis von OpenStreetMap, aber ohne Übermittlung von Nutzerdaten an OSM oder andere, ist seit längerem als Plugin auf Dr. DSGVO zum Download verfügbar. Auf Wunsch einiger Webseitenbetreiber wurde das Plugin um neue Möglichkeiten erweitert.
Einleitung
Das Karten-Plugin wurde bereits häufig heruntergeladen und genutzt. Die Rückmeldungen der Webeitenbetreiber fließen in Updates zum Plugin ein.
Meine bisherige Lösung bot einen Konfigurator, mit dem für einen beliebigen Standort ein Plugin für eine interaktive Karte generiert und heruntergeladen werden konnte. Das ging sowohl in einer allgemeinen JavaScript-Version als auch speziell für WordPress-Webseiten. Für WordPress wurde ein Plugin angeboten, das heruntergeladen werden konnte. Mit einem Shortcode kann dann in WordPress-Seiten die Karte in Beiträge eingebunden werden, wo sie benötigt wird. Die JavaScript-Variante wird über ein HTML-Element mit bestimmtem Identifikator eingebunden. Wie das geht, ist im Konfigurator beschrieben.
Der neue Konfigurator bietet mehr Möglichkeiten als bisher. Damit können auf einer Karte mehrere Standorte gleichzeitig angezeigt werden. Außerdem kann pro Standort eine Bezeichnung definiert werden, die jeweils über dem Marker zu Standort dargestellt wird. Zusätzlich können mehrere verschiedene Karten generiert werden, die zusammen auf einer Webseite (oder sogar auf einer einzigen Unterseite) angezeigt werden können.
Warum nicht Google Maps?
Ganz einfach: Weil Google Maps ohne nervige Einwilligungsabfrage nicht genutzt werden kann. Und selbst dann ist das Google Maps Plugin immer noch nicht rechtssicher nutzbar. Außerdem wollen wir doch Google nicht noch mehr Daten liefern, um noch abhängiger zu werden.
Warum nicht OpenStreetMap direkt?
OpenStreetMap (OSM) ist eine recht datenschutzfreundliche Lösung. Ich unterstelle der OSM Foundation nicht, dass sie die erhaltenen Daten (insbesondere IP-Adressen und User-Agent- sowie Referrer-Informationen) unerlaubt verarbeitet. Aber man weiß es eben nicht. Wer OSM-Karten auf seiner Webseite einbindet, ist zur Rechenschaft verpflichtet, sofern jemand es genauer wissen will. Jemand ist hier potentiell jeder Besucher einer Webseite, die OSM nutzt.
Mein Karten-Plugin beseitigt alle Datenschutzzweifel, denn das Plugin sendet keinerlei Nutzerdaten an Dritte. Das Prinzip heißt Proxy (Stellvertreter). Manche nennen es auch Server Side irgendwas. Dieses Prinzip ist nicht altbekannt und wird aktuell von Google wiederbelebt, um dem immer enger werdenden Datenschutzdruck doch wieder eine Zeitlang zu entkommen (vgl. meinen Artikel zum Server Side Tracking).
Diese Möglichkeiten gibt es
Mittlerweile sind einige Konfiguratoren entstanden. Der neueste ist ganz unten genannt. Aber auch der erste Konfigurator hat noch seine Berechtigung.
Einzelne Karte mit einem Standort
Über diesen Konfigurator kann eine Karte zur Anzeige eines einzelnen Standorts heruntergeladen werden. Hierfür gibt es zwei Versionen:
- JavaScript-Plugin zum Integrieren in jede beliebige Webseite
- WordPress-Plugin für WordPress-Webseiten über einen Shortcode (der [iak] wie "Interaktive Karte" heißt)
Ein Beispiel ist hier zu sehen:
Der Konfigurator erlaubt es, den Kartenausschnitt manuell zu verändern und die Zoom-Stufe passend einzustellen. So kann der Bildausschnitt bedarfsgerecht gewählt werden. Was bringt es, wenn Ihr Standort aus einer extremen Vogelperspektive zu sehen ist (oft von einem Vogel, der auf dem Mond zu leben scheint, wenn man sich manche Webseiten ansieht).
Mehrere Karten mit je einem Standort
Diese Möglichkeit erlaubt es, mehrere voneinander unabhängige Karten, die je einen Standort repräsentieren, auf ein und derselben Webseite zu integrieren.
Sofern Sie auf je einer Unterseite Ihrer Webseite nur je eine Karte integrieren möchten, können Sie stattdessen einfach die vorige Möglichkeit nutzen. Dann haben Sie eben x Mal je eine Karte mit jeweils eigenen Installationsdateien.
Sofern aber auf einer Unterseite mehrere Karten gleichzeitig erscheinen sollen, wird eine technisch etwas andere Lösung benötigt. Diese Lösung ist über einen eigenen Konfigurator erhältlich.
Das Beispiel spare ich hier aus, weil weiter unten beispielhaft sowieso weitere Karten eingebunden werden. Eine eigene Demo-Seite zeigt zusätzlich, wie mehrere Karten auf einer Seite eingebunden werden.
Technisch passiert dasselbe wie bei einer einzigen Karte. Der Unterschied ist, dass die sich ansonsten überschneidenden technischen Objekte ab der zweiten Karte unbekannt werden. Dafür wird ein sogenannter Index verwendet. Der Index definiert die Nummer der jeweiligen Karte. Insgesamt wird ein vollwertiges Karten-Script bereitgestellt und pro Karte ab der zweiten jeweils eine abgespeckte Version, die die Basisfunktionen des vollwertigen Scripts nutzt und sich nur noch um die Konfiguration der Karte kümmert.
Eine oder mehrere Karten mit je mehreren Standorten
Neu ist die Möglichkeit, auf einer Karte mehrere Standorte gleichzeitig anzuzeigen. Das sieht dann so aus:
Pro Standort kann eine Bezeichnung mit angegeben werden, die oberhalb des Standorts auf der Karte ausgegeben wird (Beispiel: „Betonwerk Bautzen I“). Der Kartenausschnitt wird automatisch passend berechnet, sodass alle Standorte gleichzeitig zu sehen sind. In diesem Betriebsmodus ist allerdings die initiale Zoomstufe nicht frei wählbar, denn der Kartenausschnitt muss ja so berechnet werden, dass alle Standorte gleichzeitig zu sehen sind.
Der Konfigurator bietet zusätzlich die Möglichkeit, statt nur einer Karte gleich mehrere voneinander unabhängige Karten auf einer Webseite oder auch auf einer Unterseite einer Webseite einzubetten.
Der Konfigurator generiert wahlweise einen Download für das JavaScript-Plugin (universell nutzbar) oder für das WordPress-Plugin.
Dieser Konfigurator kann universell eingesetzt werden. Für einen einzelnen Standort pro Karte eignet sich (momentan) der spezielle Konfigurator für einen Standort auf einer Karte eventuell besser. Denn der spezielle Konfigurator erlaubt es, den Kartenausschnitt und die Zoom-Stufe manuell zu verändern. Bei mehreren Standorten ist das wegen der Automatik hoffentlich nicht erforderlich.
Bitte denken Sie daran, den Datenschutztext einzubinden, so wie im Konfigurator genannt.
Fazit und Ausblick
Eine datenschutzfreundliche interaktive Karte in zahlreichen Ausprägungen als Plugin für Webseiten liegt vor. Zur Anzeige eines Standorts oder mehrerer Standorte eignet sich die Karte sehr gut. Somit bleiben nur sehr wenige Fälle übrig, in denen es überhaupt funktionell vorteilhaft erscheint, das Google Maps Plugin zu nutzen. Das Plugin von Google kann generell nicht rechtssicher genutzt werden. Außerdem ist für Google Plugins immer eine Einwilligung erforderlich (mindestens wegen Art. 49 DSGVO, aber meist auch aus anderen Gründen). Wer Einwilligungsabfragen nutzen muss, nervt nicht nur seine Nutzer, sondern holt sich rechtliche Unwägbarkeiten auf die Webseite.
Die Anzeige einer vorberechneten Route auf einer Karte mit mehreren Standorten ist möglich. Mein Prototyp funktioniert, und das bereits nach sehr kurzer Programmierzeit. Bei Gelegenheit werde ich einen Konfigurator hierfür für alle bereitstellen, die nicht tiefer in die Technik einsteigen wollen oder können. Ähnlich verhält es sich mit einer Karte, die die Stadtgrenzen darstellt. Das sieht dann so aus:
Ebenso können mehrere Städte, jeweils mit Stadtgrenzen, und aufgezeichnet werden. Zur leichteren Veranschaulichung wurde hier die eigentliche Kartenebene ausgeblendet. Auch die Beschriftungen wurden mit OSM-Funktionen auf der Karte erstellt.

Diese Art der Darstellung ist einfach und ohne tiefer gehende Kenntnisse möglich. Die Bibliothek von OpenStreetMap bietet hierfür bereits den Nährboden. Zahlreiches zusätzliches Kartenmaterial von OSM direkt oder von Dritten kann genutzt werden, um auch andere Karten als die bekannten Standardansichten darzustellen. So gibt es beispielsweise Karten für Wanderer, Radfahrer oder Bergsteiger. Aber auch ökologische Ansichten sind verfügbar. Eine Internet-Suche liefert schnell gute Ergebnisse. Bitte dafür am besten Suchmaschinen von Anbietern nutzen, die nicht Google oder Microsoft heißen. Ich empfehle DuckDuckGo, Ecosia oder Startpage. Eigentlich ist es egal, welche Suchmaschine verwendet wird, Hauptsache keine von Firmen, die bereits viele Daten sammeln oder ungefragt Daten an Dritte weitergeben.
Ein Konfigurator für ein WordPress-Plugin für mehrere Karten auf einer Webseite, jede Karte jeweils mit einem Standort oder auch mit mehreren, ist in Arbeit. Die zahlreichen Varianten der Karten-Plugins decken bereits einige Bedürfnisse ab und können als Vorlage für weitere Funktionen verwendet werden. Wer Hilfestellungen benötigt oder einen Wunsch für eine Funktion hat, kann sich gerne bei mir melden. Eine Kontaktmöglichkeit ist unten am Ende jeder Seite zu finden. Alternativ kann ein Kommentar unter diesem Beitrag hinterlassen werden, über den ich mich auch sonst freuen würde.
Für weitere Ideen und Anregungen bin ich dankbar, auch zu anderen benötigten datenschutzfreundlichen Lösungen. Kontaktmöglichkeiten am Ende jeder Seite auf Dr. DSGVO.
Über Ihre Unterstützung würde ich mich freuen. Sie erhöht meine Motivation und Geschwindigkeit, Lösungen bereitzustellen. Sie finden bereits zahlreiche datenschutzfreundliche Lösungen und Anleitungen auf Dr. DSGVO. Beispielsweise gibt es einen Artikel, der beschreibt, wie Matomo als sehr guter Besucherzähler so konfiguriert werden kann, dass eine Einwilligungsabfrage, die oft als Cookie Popup bezeichnet wird, nicht nötig ist. Lieber 100 % guter Nutzerdaten legal einsammeln und auswerten, als 30 % sehr guter Nutzerdaten in wahrscheinlich immer noch rechtswidriger Weise mit Google Analytics sammeln. Die 30 % beziehen sich auf meine optimistische Schätzung, wie viele Nutzer darin einwilligen würden, dass ihre Daten bei Google abgeladen werden, wenn sie eine echte und faire Wahl haben.
Kernaussagen dieses Beitrags
Ein neues Plugin ermöglicht es, interaktive Karten auf Webseiten einzubinden, ohne Nutzerdaten an Google Maps oder OpenStreetMap zu senden.
Mit diesem Plugin können Sie interaktive Karten mit verschiedenen Standorten auf Ihrer Webseite einbetten und konfigurieren.
Es gibt jetzt bessere Alternativen zu Google Maps, um Karten auf Webseiten einzubetten, da diese datenschutzfreundlicher sind und keine Einwilligung der Nutzer benötigen.

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Mein Name ist Klaus Meffert. Ich bin promovierter Informatiker und beschäftige mich seit über 30 Jahren professionell und praxisbezogen mit Informationstechnologie. In IT & Datenschutz bin ich auch als Sachverständiger tätig. Ich stehe für pragmatische Lösungen mit Mehrwert. Meine Firma, die 